Dekubitus

Qualitätsindikatoren Behandlung von Druckgeschwüren

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Alle im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwüre  Ermittelt wird, bei wie vielen Patienten, die ohne ein Druckgeschwür in die Klinik kamen, bei der Entlassung ein Druckgeschwür besteht. Dabei wird nach dem Schweregrad des Dekubitus differenziert. Je niedriger, desto besser  Während eines Krankenhausaufenthaltes sollen möglichst keine Druckgeschwüre entstehen. Dies gilt insbesondere für Druckgeschwüre, die über eine Rötung der Haut hinausgehen (Dekubitus Grad 2 bis 4). 
Alle im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwüre Grad 2 Angegeben wird, bei wie vielen Patienten, die ohne ein Druckgeschwür in die Klinik kamen, bei der Entlassung ein Druckgeschwür 2. Grades besteht. Je niedriger, desto besser  Ein Druckgeschwür 2. Grades liegt vor, wenn die Haut oberflächlich geschädigt ist. Es besteht eine Hautabschürfung oder eine Blase.
Alle im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwüre Grad 3 Dieser Indikator zeigt an, bei wie vielen Patienten, die ohne ein Druckgeschwür in die Klinik kamen, bei der Entlassung ein Druckgeschwür 3. Grades vorliegt. Je niedriger, desto besser   Ein Druckgeschwür 3. Grades ist durch einen Verlust aller Hautschichten und eine Schädigung des Gewebes unter der Haut gekennzeichnet. Die Schädigung kann bis auf den unter dem Gewebe liegenden Muskel reichen.
Alle im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwüre Grad 4 Der Indikator zeigt an, wie viele Patienten, die ohne ein Druckgeschwür aufgenommen wurden, mit einem Druckgeschwür 4. Grades entlassen wurden. Je niedriger, desto besser  Insbesondere die Entstehung von ausgeprägten Druckgeschwüren, bei denen nicht nur eine Schädigung der Haut, sondern auch eine ausgedehnte Zerstörung der darunter liegenden Muskeln, Knochen oder stützenden Strukturen wie Gelenkkapseln und Sehnen vorliegt (Grad 4), sollte bei Patienten, die ohne Dekubitus aufgenommen wurden, vermieden werden.
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) Bei Patienten, die ohne Druckgeschwüre aufgenommen wurden, sollte die tatsächliche Dekubitusrate (O) unter der zu erwartenden Rate (E) liegen.  Je niedriger, desto besser  Die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Druckgeschwüren lässt sich theoretisch berechnen. Ermittelt wird das Verhältnis der beobachteten (tatsächlichen) zur erwarteten (theoretischen) Rate an Patienten mit Dekubitus. 
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Behandlung von Druckgeschwüren

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Abbach Bad König Bad Oldesloe Bad Salzhausen Bad Tölz Bad Wildungen Birkenwerder Brandenburg Burglengenfeld Clausthal-Zellerf. Coswig* Crivitz* Falke München-Gauting Germersheim Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Hamburg-Westklinikum Kandel Lahr/Baden* Langen Lich Lindau Lingen Lübben Melsungen Oschatz Parchim Pasewalk Plau am See Radeberg Schwalm Schwedt Sebnitz Seesen Seligenstadt Soltau Stadtroda Teupitz Waren* Weißenfels Westerland/Sylt Wiesbaden
Fallzahl 58 118 112 107 246 154 760 55 111 36 44 26 27 92 111 147 399 496 136 410 533 467 239 131 33 204 197 83 47 35 58 201 154 278 130 128 111 340 87 100 303 27 29 44 84 305 49 409
Alle Patienten mit mindestens einem stationär erworbenen Dekubitalulcus (ohne Dekubitalulcera Grad/Kategorie 1) Alle Patienten mit mindestens einem stationär erworbenen Druckgeschwür 0,40 nicht definiert % 0,34 Referenzbereich nicht definiert 0,71 10,52 - 1,78 0,88 0,23 0,02 0,15 0,10 0,38 0,76 0,14 1,34 0,35 0,36 0,14 0,24 0,33 0,06 0,24 0,23 0,30 0,13 0,21 0,90 0,34 0,37 0,43 0,41 0,29 0,43 0,89 0,78 0,53 0,49 0,23 0,12 0,79 0,57 0,26 0,23 0,96 0,03 0,26 0,17 0,56 0,43 0,67
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) mit mindestens einem stationär erworbenen Druckgeschwür 0,99 <= 2,11 0,79 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 3,33 0,72 - 0,93 2,10 0,54 0,06 0,40 0,23 0,72 0,99 0,45 2,26 0,84 0,98 0,33 0,64 0,71 0,12 0,50 0,62 0,63 0,36 0,43 1,76 0,96 0,88 1,24 0,28 1,01 0,93 2,04 1,77 1,18 0,78 0,46 0,30 1,92 1,04 0,49 0,47 2,78 0,10 0,51 0,47 1,38 1,15 1,76
Alle Patienten mit mindestens einem im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwür Grad 2 0,32 nicht definiert % 0,29 Referenzbereich nicht definiert 0,69 9,69 - 1,78 0,74 0,19 0,02 0,15 0,08 0,29 0,58 0,14 0,67 0,34 0,33 0,12 0,21 0,30 0,04 0,21 0,16 0,26 0,11 0,19 0,74 0,24 0,32 0,36 0,41 0,25 0,40 0,86 0,65 0,35 0,40 0,20 0,11 0,56 0,42 0,20 0,17 0,96 0,00 0,22 0,15 0,45 0,36 0,59
Alle Patienten mit mindestens einem im Krankenhaus erworbenen Druckgeschwür Grad 3 oder nicht näher bezeichnet 0,06 nicht definiert % 0,05 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,82 - 0,00 0,11 0,03 0,00 0,00 0,00 0,10 0,19 0,00 0,67 0,01 0,03 0,02 0,02 0,02 0,00 0,03 0,06 0,03 0,01 0,02 0,15 0,08 0,04 0,05 0,00 0,04 0,03 0,04 0,12 0,10 0,10 0,03 0,01 0,19 0,12 0,04 0,03 0,00 0,03 0,04 0,00 0,10 0,07 0,07
Alle Patienten mit mindestens einem stationär erworbenen Druckgeschwür Grad 4 0,01 = 0,00 % 0,01 Sentinel Event 0,01 0,00 - 0,00 0,03 0,01 0,00 0,00 0,02 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,01 0,01 0,00 0,01 0,00 0,00 0,01 0,00 0,00 0,00 0,01 0,02 0,02 0,00 0,00 0,00 0,00 0,02 0,08 0,00 0,00 0,00 0,03 0,04 0,02 0,03 0,00 0,00 0,00 0,02 0,01 0,00 0,02