Endoprothetik

Qualitätsindikatoren Hüftgelenksnaher Oberschenkelhalsbruch mit osteosynthetischer Versorgung

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Allgemeine postoperative Komplikationen Gemessen wird, wie häufig allgemeine postoperative Komplikationen wie tiefe Beinvenenthrombose, Pneumonie oder Lungenembolie auftreten. Je niedriger, desto besser Zu den allgemeinen postoperativen Komplikationen zählen beispielsweise die tiefen Beinvenenthrombosen. Das sind Blutgerinnsel, die die tiefer liegenden Venen des Beines verstopfen. Diese Blutgerinnsel können sich ablösen, durch das Herz in die Lunge gelangen und die Blutgefäße in der Lunge verschließen (Lungenembolie). Diese Komplikationen sollten nur sehr selten auftreten.
Gehunfähigkeit Dieser Indikator zeigt an, wie viele der operierten Patienten bei der Entlassung von Einschränkungen der Gehfähigkeit betroffen sind. Je niedriger, desto besser Nach der Operation sollen die Patienten wieder sicher und ohne Schmerzen gehen können. Einschränkungen des Gehens, wie Auffälligkeiten beim Gang oder Schwierigkeiten beim Gleichgewicht sowie Schmerzen, sollten nach der Operation möglichst wenig auftreten. Ob dies gelingt, hängt neben der Operationstechnik auch vom Alter und der Verfassung der Patienten sowie der frühzeitigen Mobilisierung durch die Krankengymnasten ab.
Gefäßläsion/Nervenschaden Mit diesem Indikator wird geprüft, bei wie vielen der behandelten Patienten Gefäßläsionen oder Nervenschäden aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Mögliche Folgen einer Gefäßverletzung, die den Patienten beeinträchtigen können, sind Durchblutungsstörungen oder Blutungskomplikationen (Ischämien). Vorübergehende Nervenschäden nach dem Einsetzen oder Wechseln eines künstlichen Gelenkes sind zwar selten, sie sind für den Patienten jedoch mit Schmerzen oder Missempfindungen, wie zum Beispiel Kribbeln oder auch Lähmungen, verbunden. Auch Bewegungsdefizite, die zu Gangunregelmäßigkeit oder zur Abhängigkeit von orthopädischen Hilfsmitteln führen, können die Folge sein.
Implantatfehllage, Implantatdislokation oder Fraktur Geprüft wird, wie häufig die entsprechenden Komplikationen aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Ein Behandlungserfolg ist nur dann zu erreichen, wenn das Implantat richtig liegt und sich die Lage des Implantates, auch nach der Operation, nicht verändert (Dislokation). Auch ein Bruch (Fraktur) sollte sowohl während als auch nach der Operation nicht auftreten. Diese Komplikationen machen häufig einen Folgeeingriff, eine Re-Operation, erforderlich.
Perioperative Antibiotikaprophylaxe Der Indikator gibt Auskunft darüber, ob die Leitlinien eingehalten werden und eine Antibiotikagabe erfolgte. Je höher, desto besser Das Risiko von Wundinfektionen wird durch eine Antibiotikaprophylaxe vor, ggf. während oder um die Operation herum, aber auch durch aseptisches Operieren und diszipliniertes Verhalten im Operationssaal minimiert. Um das Risiko zu reduzieren, fordern die Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften generell eine Antibiotikaprophylaxe. Natürlich nur dann, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.
Postoperative Wundinfektion Dieser Indikator zeigt an, wie häufig nach der Operation Wundinfektionen aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Nach jeder Operation kann sich die Wunde entzünden. Durch den Einsatz von Fremdmaterialien wie einem künstlichen Hüft- oder Kniegelenk erhöht sich das Risiko einer Wundinfektion. Eine postoperative Wundinfektion stellt eine unerwünschte Komplikation dar und sollte nur selten auftreten. Kommt es häufig zu postoperativen Wundinfektionen, kann dies auf ein Hygieneproblem hinweisen.
Präoperative Verweildauer über 24 Stunden nach Krankenhausaufnahme Dieser Indikator misst, bei wie vielen Patienten die Operation erst nach mehr als 24 Stunden nach der Aufnahme durchgeführt wird. Je niedriger, desto besser Um Komplikationen, wie eine Thrombose, eine Lungenembolie oder die Bildung von Druckgeschwüren (Dekubitus) zu vermeiden, sollte der Zeitraum zwischen Krankenhausaufnahme und Operation möglichst kurz sein. In einigen Fällen sind die Patienten nach dem Oberschenkelbruch allerdings noch nicht operationsfähig und benötigen zunächst eine Vorbehandlung. Der Anteil der Patienten mit einer Operation nach mehr als 24 Stunden nach Aufnahme sollte möglichst gering sein.
Re-Operationen aufgrund von Komplikationen Zweiteingriffe (Re-Operationen) sind für die Patienten belastend und verlängern die Heilungsphase. Dargestellt wird, wie häufig ein zweiter Eingriff erforderlich war. Je niedriger, desto besser Schwere Komplikationen, wie beispielsweise Wundinfektionen, Frakturen, aber auch Läsionen oder Nervenschäden, können ggf. eine Zweitoperation, eine Re-Intervention, erforderlich machen. Zweiteingriffe (Re-Operationen) sind für die Patienten belastend und verlängern die Heilungsphase. Sie sollten die absolute Ausnahme darstellen.
Sterblichkeit im Krankenhaus Möglichst wenige Patienten mit einem hüftgelenksnahen Oberschenkelhalsbruch sollten versterben. Je niedriger, desto besser Patienten mit einem hüftgelenksnahen Oberschenkelhalsbruch haben häufig ein höheres Lebensalter und bereits mehrere Nebenerkrankungen. Für Patienten stellt diese Operation ein erhöhtes Risiko dar, sodass sie in seltenen Fällen auch daran sterben können. Differenziert wird zwischen der Sterblichkeitsrate bei Patienten, die ein künstliches Hüftgelenk erhalten haben und jenen, deren Bruch mit Schrauben fixiert wurde.
Wundhämatome/Nachblutungen Ermittelt wird, wie häufig Wundhämatome oder Nachblutungen aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Verletzungen der Gefäße während der Operation oder Beeinträchtigungen der Blutgerinnung können zu Blutungskomplikationen wie Wundhämatomen oder Nachblutungen führen. Das Auftreten von Blutungskomplikationen sollte vermieden werden.
Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate (O/E) Allgemeine postoperative Komplikationen Angegeben ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate an Komplikationen. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff gibt es eine zu erwartende Komplikationsrate (E). Ermittelt wird die Rate an Komplikationen, die erreicht worden wäre, wenn das Krankenhaus bezüglich aller berücksichtigten Risikofaktoren wie beispielsweise Alter, Schwere der Erkrankung und Begleiterkrankungen denselben „Patientenmix“ gehabt hätte, wie alle anderen Kliniken. Die tatsächlich auftretende, beobachtete Rate (O) kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die beobachtete Rate kleiner als die erwartete Rate sein.
Patienten mit eingeschränkter Gehfähigkeit bei Entlassung
Gefäßläsion/Nervenschaden
Implantatfehllage, Implantat-Dislokation oder Fraktur
Postoperative Wundinfektion
Re-Operation aufgrund von Komplikationen
Sterblichkeit im Krankenhaus
Wundhämatome/Nachblutungen
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Hüftgelenksnaher Oberschenkelhalsbruch bei osteosynthetischer Versorgung

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Asklepios Bad Düben* Bad Oldesloe Bad Tölz Bad Wildungen Burglengenfeld Germersheim Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Hamburg-Westklinikum Kandel Langen Lich Oschatz Parchim Pasewalk Plau am See * Radeberg Schwalm Schwedt Sebnitz Seesen Seligenstadt Waren* Weißenfels Wiesbaden
Fallzahl 23 37 55 41 21 47 101 111 86 68 56 144 98 82 45 81 63 33 31 36 29 56 57 46 26 44 60 31 58 51
Präoperative Verweildauer Präoperative Verweildauer über 24 Stunden nach Aufnahme im Krankenhaus 22,63 <= 15,00 % 23,35 Ergebnis außerhalb des Referenzbereiches 8,70 13,51 21,82 21,95 4,76 19,15 20,79 22,52 16,28 22,06 16,07 36,11 30,61 24,39 4,44 35,80 14,29 21,21 51,61 38,89 10,34 16,07 12,28 17,39 19,23 15,91 40,00 51,61 10,34 27,45
Perioperative Antibiotikaprophylaxe 99,40 >= 97,41 % 99,61 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 99,10 100,00 100,00 98,21 99,31 97,96 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 97,22 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 98,33 100,00 100,00 100,00
Gehunfähigkeit bei Entlassung bei allen Patienten 5,60 nicht definiert % 3,00 Referenzbereich nicht definiert 0,00 2,86 0,00 2,56 0,00 0,00 1,02 6,48 1,20 0,00 0,00 8,57 8,60 3,66 6,82 1,23 0,00 3,12 0,00 9,38 20,69 0,00 0,00 5,00 0,00 0,00 0,00 7,14 0,00 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 1,08 <= 3,18 0,60 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,65 0,00 0,49 0,00 0,00 0,22 1,30 0,24 0,00 0,00 1,63 1,68 0,68 1,48 0,30 0,00 0,67 0,00 2,01 3,90 0,00 0,00 1,08 0,00 0,00 0,00 1,50 0,00 0,00
Gefäßläsion/Nervenschaden bei allen Patienten 0,06 nicht definiert % 0,06 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,67 0,00 0,00 0,00
Implantatfehllage, Implantatdislokation oder Fraktur bei allen Patienten 0,69 nicht definiert % 0,50 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 1,82 0,00 0,00 0,00 0,00 0,90 1,16 1,47 0,00 0,69 0,00 1,22 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3,85 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 0,73 <= 3,65 0,54 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 1,90 0,00 0,00 0,00 0,00 1,00 1,23 1,50 0,00 0,73 0,00 1,34 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4,45 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Postoperative Wundinfektion bei allen Patienten 0,64 nicht definiert % 0,39 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,99 0,00 0,00 0,00 0,00 0,69 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3,03 3,23 0,00 0,00 1,79 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3,23 1,72 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 0,86 <= 2,70 0,55 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,57 0,00 0,00 0,00 0,00 0,99 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 4,40 4,66 0,00 0,00 2,26 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 3,97 2,52 0,00
Wundhämatome/Nachblutungen bei allen Patienten 1,15 nicht definiert % 0,78 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 1,82 0,00 0,00 0,00 0,99 0,00 1,16 0,00 0,00 0,69 1,02 0,00 0,00 0,00 0,00 9,09 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,17 0,00 0,00 0,00 6,45 3,45 1,96
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 0,89 <= 4,02 0,63 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 1,17 0,00 0,00 0,00 0,89 0,00 0,93 0,00 0,00 0,56 0,82 0,00 0,00 0,00 0,00 7,55 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,61 0,00 0,00 0,00 5,54 2,56 1,82
Allgemeine Postoperative Komplikationen bei allen Patienten 6,40 nicht definiert % 5,34 Referenzbereich nicht definiert 0,00 13,51 1,82 4,88 0,00 8,51 2,97 9,01 2,33 1,47 1,79 9,03 7,14 1,22 6,67 1,23 11,11 3,03 6,45 8,33 3,45 1,79 0,00 4,35 15,38 4,55 5,00 16,13 3,45 7,84
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 1,08 <= 2,68 0,94 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 2,43 0,35 0,95 0,00 1,22 0,68 1,46 0,36 0,45 0,32 1,69 1,05 0,19 1,74 0,39 1,63 0,48 1,24 1,31 0,58 0,27 0,00 0,92 1,88 0,46 1,13 2,06 0,52 1,60
Reoperation aufgrund von Komplikationen bei allen Patienten 1,84 nicht definiert % 1,06 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 1,82 0,00 0,00 0,00 0,99 0,90 2,33 1,47 0,00 1,39 0,00 1,22 0,00 0,00 0,00 9,09 0,00 0,00 0,00 1,79 0,00 0,00 3,85 0,00 0,00 0,00 3,45 1,96
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 0,81 <= 2,77 0,48 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,84 0,00 0,00 0,00 0,48 0,42 1,04 0,74 0,00 0,63 0,00 0,54 0,00 0,00 0,00 4,22 0,00 0,00 0,00 0,74 0,00 0,00 1,79 0,00 0,00 0,00 1,53 0,94
Sterblichkeit im Krankenhaus alle Patienten 4,93 nicht definiert % 3,78 Referenzbereich nicht definiert 0,00 5,41 1,82 4,88 0,00 4,26 2,97 2,70 3,49 2,94 1,79 2,78 5,10 0,00 2,22 0,00 6,35 3,03 3,23 11,11 0,00 0,00 3,51 13,04 11,54 6,82 3,33 9,68 8,62 9,80
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) 1,05 <= 2,01 0,83 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 1,16 0,44 1,02 0,00 0,77 0,78 0,54 0,73 1,26 0,41 0,65 0,90 0,00 0,68 0,00 1,36 0,59 0,73 2,05 0,00 0,00 0,70 3,00 2,21 1,11 0,82 2,15 1,41 2,65

Qualitätsindikatoren Hüftendoprothesenversorgung

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Indikation zur geplanten (elektiven) Hüft-Endoprothesen Erstimplantation Mit diesem Indikator wird geprüft, ob die für eine Entscheidung zur Operation erforderlichen Voraussetzungen, wie Schmerzen oder radiologische Kriterien, erfüllt sind. Je höher, desto besser Ein künstliches Hüftgelenk sollte nur dann eingesetzt werden, wenn Patienten unter Schmerzen leiden, in der Beweglichkeit eingeschränkt sind und der Verschleiß des Gelenkes im Röntgenbild sichtbar ist.
Indikation zum Hüft-Endoprothesenwechsel Mit diesem Indikator wird geprüft, ob die für eine Entscheidung zur Operation erforderlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Je höher, desto besser Es gibt Kriterien, die vorliegen müssen, um einen Endoprothesenwechsel zu rechtfertigen. Zu diesen Kriterien zählen z. B. die Endoprothesen(sub)luxation, der Implantatbruch oder Implantatabrieb/-verschleiß.
Präoperative Verweildauer > 48 Stunden Dieser Indikator misst, bei wie vielen Patienten die Operation erst nach mehr als 48 Stunden nach der Aufnahme durchgeführt wird. Je niedriger, desto besser Um Komplikationen, wie eine Thrombose, eine Lungenembolie oder die Bildung von Druckgeschwüren (Dekubitus) zu vermeiden, sollte der Zeitraum zwischen Krankenhausaufnahme und Operation möglichst kurz sein. In einigen Fällen sind die Patienten nach dem Oberschenkelbruch allerdings noch nicht operationsfähig und benötigen zunächst eine Vorbehandlung. Der Anteil der Patienten mit einer Operation nach mehr als 48 Stunden nach Aufnahme sollte möglichst gering sein.
Sturzprophylaxe Dieser Indikator misst, wie hoch der Anteil der Patienten ist, bei denen das Sturzrisiko strukturiert erfasst wurde und mindestens 3 Maßnahmen zur Sturzprophylaxe eingeleitet wurden. Je höher, desto besser Um nach der Operation einen Sturz zu vermeiden, werden vor der Operation das individuelle Sturzrisiko strukturiert erfasst und Maßnahmen zur Sturzprophylaxe eingeleitet wie z. B. Gehtraining, Aufklärung zum Sturzrisiko oder Überprüfung der Medikation hinsichtlich Einfluss auf die Gehsicherheit.
Perioperative Antibiotikaprophylaxe Der Indikator gibt Auskunft darüber, ob die Leitlinien eingehalten werden und eine Antibiotikagabe erfolgte. Je höher, desto besser Das Risiko von Wundinfektionen wird durch eine Antibiotikaprophylaxe vor, ggf. während oder um die Operation herum, aber auch durch aseptisches Operieren und diszipliniertes Verhalten im Operationssaal minimiert. Um das Risiko zu reduzieren, fordern die Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften generell eine Antibiotikaprophylaxe. Natürlich nur dann, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.
Allgemeine intra- oder postoperative Komplikationen bei endoprothetischer Versorgung einer hüftgelenksnahen Femurfraktur Gemessen wird, wie häufig allgemeine postoperative Komplikationen wie allgemeine intra- oder postoperative Komplikationen. Je niedriger, desto besser Zu den allgemeinen postoperativen Komplikationen zählen beispielsweise die tiefen Beinvenenthrombosen. Das sind Blutgerinnsel, die die tiefer liegenden Venen des Beines verstopfen. Diese Blutgerinnsel können sich ablösen, durch das Herz in die Lunge gelangen und die Blutgefäße in der Lunge verschließen (Lungenembolie). Weitere allgemeine postoperative Komplikationen sind u. a. Pneumonie, Schlaganfall, Harnwegsinfekt, akute Niereninsuffizienz etc., diese Komplikationen sollten nur sehr selten auftreten.
bei elektiver Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation
bei Reimplantation im Rahmen eines ein- oder zweizeitigen Wechsels
Spezifische intra- oder postoperative Komplikationen bei endoprothetischer Versorgung einer hüftgelenksnahen Femurfraktur Dieser Indikator misst, wie häufig spezifische intra-oder postoperative Komplikationen auftreten. Je niedriger, desto besser Zu den spezifischen intra- oder postoperativen Komplikationen zählen solche Komplikationen, die nur im Zusammenhang mit dieser durchgeführten Operation stehen, wie z. B. eine primäre Implantatfehllage, eine sekundäre Implantatdislokation (hier verschiebt sich das Implantat nach einer gewissen Zeit, obwohl es zunächst an der richtigen Stelle eingebaut wurde), Nachblutungen oder eine Gefäßverletzung.
bei elektiver Hüft-Endoprothesen-Erstimplantation
bei Reimplantation im Rahmen eines ein- oder zweizeitigen Wechsels
Gefäßläsion/Nervenschaden Mit diesem Indikator wird geprüft, bei wie vielen der behandelten Patienten Gefäßläsionen oder Nervenschäden aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Mögliche Folgen einer Gefäßverletzung, die den Patienten beeinträchtigen können, sind Durchblutungsstörungen oder Blutungskomplikationen (Ischämien). Vorübergehende Nervenschäden nach dem Einsetzen oder Wechseln eines künstlichen Gelenkes sind zwar selten, sie sind für den Patienten jedoch mit Schmerzen oder Missempfindungen, wie zum Beispiel Kribbeln oder auch Lähmungen, verbunden. Auch Bewegungsdefizite, die zu Gangunregelmäßigkeit oder zur Abhängigkeit von orthopädischen Hilfsmitteln führen, können die Folge sein.
Implantatfehllage, Implantatdislokation oder Fraktur Geprüft wird, wie häufig die entsprechenden Komplikationen aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Ein Behandlungserfolg ist nur dann zu erreichen, wenn das Implantat richtig liegt und sich die Lage der Prothese, auch nach der Operation, nicht verändert (Dislokation). Auch ein Bruch (Fraktur) sollte sowohl während als auch nach der Operation nicht auftreten. Diese Komplikationen machen häufig einen Zweiteingriff, eine Re-Operation, erforderlich.
Beweglichkeit bei Entlassung Mit bestimmten Messmethoden wird der Grad der Beweglichkeit eingeschätzt. Je höher, desto besser Die Beweglichkeit des Hüftgelenkes, die Möglichkeit, es zu beugen oder zu strecken, ist für alle Bewegungsabläufe des täglichen Lebens von großer Bedeutung. Eine hohe Beweglichkeit nach der Operation ist Grundvoraussetzung für die weitere aktive Übungstätigkeit des Patienten. Der Grad der Beweglichkeit kann mit bestimmten Messmethoden sicher eingeschätzt und in der Patientenkurve dokumentiert werden.
Gehunfähigkeit alle Patienten Dieser Indikator zeigt an, wie viele der operierten Patienten bei der Entlassung von Einschränkungen der Gehfähigkeit betroffen sind. Je niedriger, desto besser Nach der Operation sollen die Patienten wieder sicher und ohne Schmerzen gehen können. Einschränkungen des Gehens, wie Auffälligkeiten beim Gang oder Schwierigkeiten beim Gleichgewicht sowie Schmerzen, sollten nach der Operation möglichst wenig auftreten. Ob dies gelingt, hängt neben der Operationstechnik auch vom Alter und der Verfassung der Patienten sowie der frühzeitigen Mobilisierung durch die Krankengymnasten ab.
Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate (O/E) bei Patienten mit Gehunfähigkeit bei Entlassung Angegeben ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate an Komplikationen oder Sterblichkeit. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff gibt es eine zu erwartende Komplikations- oder Sterblichkeitsrate (E). Ermittelt wird die Rate an Komplikationen oder Sterblichkeit, die erreicht worden wäre, wenn das Krankenhaus bezüglich aller berücksichtigten Risikofaktoren wie beispielsweise Alter, Schwere der Erkrankung und Begleiterkrankungen denselben „Patientenmix“ gehabt hätte, wie alle anderen Kliniken. Die tatsächlich auftretende, beobachtete Rate (O) kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die beobachtete Rate kleiner als die erwartete Rate sein.
Sterblichkeit im Krankenhaus bei geringer Sterbewahrscheinlichkeit Dieser Indikator zeigt an, wie viele der Patienten versterben, obwohl sie aufgrund ihrer Risikofaktoren oder/und Art des Eingriffes ein geringes Risiko hatten, an dem Eingriff zu versterben. Je niedriger, desto besser Relevante patientenbezogene Risikofaktoren (z. B. Schweregrad der Erkrankung, Begleiterkrankungen und Alter) sowie die Art des Eingriffes haben Einfluss auf die Sterbewahrscheinlichkeit. Diese Tatsache wird bei der Bewertung der Sterblichkeit berücksichtigt.
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Hüftendoprothesenversorgung (Einsetzen und Wechseln eines künstlichen Hüftgelenkes)

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Abbach Bad Düben * Bad Harzburg Bad Oldesloe Bad Tölz Bad Wildungen Birkenwerder Burglengenfeld Crivitz * Germersheim Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Hamburg-Westklinikum Hohwald Kandel Langen Lich Lindau Lindenlohe Melsungen Oschatz Parchim Pasewalk Plau am See * Radeberg Schwalmstadt Schwedt Sebnitz Seesen Seligenstadt Weißenfels Westerland/Sylt Wiesbaden
Fallzahl 642 521 530 76 129 199 318 22 187 158 83 176 141 82 124 178 217 483 756 117 209 264 186 396 56 397 129 198 129 114 191 155 47 49 123 142 46 289
Indikation für den geplanten Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes 94,78 >= 90,00 % 97,55 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 99,32 94,57 99,60 100,00 98,39 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 88,89 93,75 94,87 91,49 92,68 100,00 90,33 96,39 93,22 98,18 94,80 100,00 100,00 100,00 99,38 97,83 100,00 93,59 100,00 98,29 94,95 100,00 100,00 86,84 96,20 94,74 100,00
Indikation zum Wechsel eines künstlichen Hüftgelenkes 89,32 >= 86,00 % 91,33 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 92,31 94,92 95,65 - 100,00 100,00 96,97 - 100,00 100,00 75,00 94,12 100,00 92,31 100,00 100,00 100,00 82,43 81,36 100,00 100,00 92,86 100,00 91,43 66,67 80,65 100,00 100,00 77,27 100,00 100,00 100,00 50,00 100,00 100,00 80,95 - 100,00
Präoperative Verweildauer Präoperative Verweildauer über 48 Stunden 19,19 <= 15,00 % 15,80 Ergebnis außerhalb des Referenzbereiches 0,00 14,29 0,00 17,46 4,08 13,04 0,00 0,00 8,33 21,88 15,58 12,14 12,39 23,33 8,57 24,37 19,53 6,49 25,00 13,95 6,59 10,94 13,16 0,00 28,57 23,08 48,39 31,82 13,79 7,50 14,71 19,57 35,00 8,00 14,63 22,00 7,41 23,64
Sturzprophylaxe 79,31 >= 80,00 % 89,97 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 88,61 88,25 98,03 57,33 91,34 49,48 99,65 95,45 98,88 99,35 95,06 40,34 60,00 100,00 92,37 84,57 97,66 84,68 95,20 66,67 98,06 80,08 100,00 100,00 45,45 97,89 89,60 96,91 94,35 99,12 100,00 94,16 91,30 93,75 91,80 95,07 95,65 99,28
Perioperative Antibiotikaprophylaxe 99,70 >= 95,00 % 99,66 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 99,07 100,00 98,11 100,00 100,00 98,53 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 98,86 100,00 100,00 99,19 98,90 100,00 99,59 99,87 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 99,65
Allgemeine intra- und postoperative Komplikationen bei Versorgung eines hüftgelenksnahen Oberschenkelhalsbruch mit einem künstlichen Hüftgelenk 12,12 <= 27,12 % 11,81 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 14,52 6,12 4,35 0,00 4,76 0,00 6,25 2,60 17,73 5,31 6,67 9,86 28,57 6,98 1,28 0,00 25,58 11,96 20,63 10,53 4,76 10,71 34,62 19,35 9,30 10,34 10,00 4,41 8,51 15,79 12,00 9,76 22,45 14,81 9,09
beim geplanten Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes 1,88 <= 7,02 % 1,60 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,85 0,23 0,81 0,00 4,84 1,14 2,11 0,00 0,59 2,52 0,00 11,11 0,00 0,00 2,13 2,44 4,65 0,91 2,02 5,17 1,83 1,16 5,79 0,00 0,00 2,81 3,26 4,90 2,56 1,45 0,00 1,01 0,00 0,00 2,63 5,06 0,00 0,47
bei einem Wechsel des künstlichen Hüftgelenkes 6,16 <= 19,67 % 6,87 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,92 1,69 0,00 - 5,56 0,00 3,03 - 0,00 0,00 25,00 17,65 33,33 7,69 0,00 25,00 8,89 0,00 5,08 18,75 0,00 17,86 3,70 1,43 0,00 9,26 0,00 8,33 4,55 0,00 0,00 22,22 25,00 0,00 0,00 38,89 - 4,55
Spezifische intra- und postoperative Komplikationen bei Versorgung eines hüftgelenksnahen Oberschenkelhalsbruchs mit einem künstlichen Hüftgelenk 4,89 <= 12,77 % 4,12 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 4,76 6,12 4,35 0,00 0,00 0,00 3,12 2,60 4,96 3,54 6,67 5,63 5,88 1,55 1,28 25,00 6,98 4,35 12,50 5,26 0,00 3,57 3,85 3,23 0,00 0,00 0,00 1,47 2,08 5,00 0,00 2,44 14,00 7,41 7,27
beim geplanten Einsatz eines künstlichen Hüftgelenkes 2,56 <= 8,48 % 1,98 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,52 1,36 1,42 7,14 1,61 0,56 1,06 0,00 1,18 4,20 0,00 0,00 0,00 2,56 4,26 4,88 6,98 1,51 2,60 1,69 2,73 3,47 3,28 0,65 0,00 3,44 2,17 2,80 0,00 2,90 2,56 3,03 4,17 0,00 0,00 2,53 0,00 1,42
bei einem Wechsel des künstlichen Hüftgelenkes 9,66 <= 21,28 % 6,25 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 3,85 3,39 4,35 - 5,56 0,00 0,00 - 0,00 0,00 0,00 5,88 0,00 0,00 33,33 19,05 11,11 5,41 5,08 5,88 0,00 10,71 0,00 5,71 0,00 4,84 0,00 25,00 4,55 0,00 0,00 0,00 25,00 0,00 0,00 38,10 - 0,00
Beweglichkeit bei Entlassung 96,81 >= 95,00 % 98,19 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 96,94 99,55 100,00 100,00 100,00 100,00 99,65 100,00 97,06 100,00 100,00 16,67 100,00 97,44 97,87 87,80 95,35 98,79 96,68 100,00 98,17 97,69 98,35 100,00 100,00 99,06 92,31 99,30 98,72 100,00 100,00 97,98 95,83 100,00 100,00 100,00 84,21 100,00
Gehunfähigkeit bei Entlassung bei allen Patienten 4,49 nicht definiert % 3,86 Referenzbereich nicht definiert 0,66 1,42 0,00 19,35 1,68 1,05 0,67 0,00 0,00 4,23 32,86 34,07 8,93 0,00 8,51 14,89 17,93 3,70 0,68 10,68 3,85 1,73 4,12 0,55 7,14 1,71 3,45 5,33 7,76 2,88 1,64 1,63 7,32 16,22 2,80 5,65 8,11 1,15
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an Patienten mit Gehunfähigkeit bei Entlassung 1,00 <= 2,45 0,89 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,75 1,15 0,00 1,15 0,27 0,39 0,69 0,00 0,00 1,19 2,37 2,24 0,53 0,00 0,72 0,95 1,33 0,78 0,64 1,78 0,63 0,33 1,25 0,25 1,22 0,84 0,86 1,18 1,34 0,40 0,28 0,39 0,85 2,10 0,28 0,77 0,84 0,36
Sterblichkeit im Krankenhaus (akut-stationärer Aufenthalt) bei geringer Sterbwahrscheinlichkeit 0,21 = 0,00 % 0,16 Sentinel Event 0,00 0,00 0,00 0,00 1,02 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1,18 0,00 0,00 0,00 0,00 2,94 0,00 0,92 0,65 0,92 0,00 0,00 0,83 0,00 0,00 1,27 1,06 0,00 0,42
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an Todesfällen 1,00 nicht definiert 0,87 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 1,25 0,62 1,41 0,00 0,70 0,00 0,32 1,61 0,77 1,19 0,80 0,75 0,67 0,70 0,00 0,00 1,22 1,09 1,29 0,96 0,00 1,52 0,61 1,87 1,75 1,49 0,74 0,82 1,56 1,30 0,57 0,68 2,19 1,25 0,91

Qualitätsindikatoren Knieendoprothesenversorgung

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Indikation zur Knie-Totalendoprothese Mit diesem Indikator wird geprüft, ob die für eine Entscheidung zur Operation erforderlichen Voraussetzungen, wie Schmerzen oder radiologische Kriterien, erfüllt sind. Je höher, desto besser Ein künstliches Kniegelenk sollte nur dann eingesetzt werden, wenn Patienten unter Schmerzen leiden, in der Beweglichkeit eingeschränkt sind und der Verschleiß des Gelenkes im Röntgenbild sichtbar ist.
zur Schlittenprothese
zum Knie-Endoprothesen-Wechsel bzw. Komponentenwechsel Mit diesem Indikator wird geprüft, ob die für eine Entscheidung zur Operation erforderlichen Kriterien erfüllt sind. Je höher, desto besser Der Wechsel eines künstlichen Kniegelenkes sollte nur dann erfolgen, wenn bestimmte Kriterien, beispielsweise Schmerzen oder der Nachweis eines Infektes, vorliegen.
Perioperative Antibiotikaprophylaxe Der Indikator gibt Auskunft darüber, ob die Leitlinien eingehalten werden und eine Antibiotikagabe erfolgte. Je höher, desto besser Das Risiko von Wundinfektionen wird durch eine Antibiotikaprophylaxe vor, ggf. während oder um die Operation herum, aber auch durch aseptisches Operieren und diszipliniertes Verhalten im Operationssaal minimiert. Um das Risiko zu reduzieren, fordern die Leitlinien der medizinischen Fachgesellschaften für diese Operation eine Antibiotikaprophylaxe. Natürlich nur dann, wenn keine medizinischen Gründe dagegen sprechen.
Intra- oder postoperative Komplikationen bei elektiver Knie-Endoprothesen-Erstimplantation Gemessen wird, wie häufig spezifische intra- und postoperative Komplikationen auftreten. Je niedriger, desto besser Zu den spezifischen, behandlungsbedürftigen intra- oder postoperativen Komplikationen zählen beispielsweise eine primäre Implantatfehllage, eine sekundäre Implantatdislokation (eine Veränderung der Lage des Implantats nach der Operation) oder beispielsweise operationsbedingte Verletzungen von Gefäßen oder Nerven. Diese Komplikationen sollten selten auftreten.
bei Reimplantation im Rahmen eines ein- oder zweizeitigen Wechsels bzw. Komponentenwechsels
Beweglichkeit bei Entlassung Mit bestimmten Messmethoden wird der Grad der Beweglichkeit eingeschätzt.
Geprüft wird, bei wie vielen Patienten eine adäquate Beweglichkeit am operierten Knie bei Entlassung vorlag.
Je höher, desto besser Die Beweglichkeit des Kniegelenkes, die Möglichkeit, es zu beugen oder zu strecken, ist für alle Bewegungsabläufe des täglichen Lebens von großer Bedeutung. Eine hohe Beweglichkeit nach der Operation ist Grundvoraussetzung für die weitere aktive Übungstätigkeit des Patienten. Der Grad der Beweglichkeit kann mit bestimmten Messmethoden sicher eingeschätzt und in der Patientenakte dokumentiert werden.
Gehunfähigkeit bei Entlassung alle Patienten Dieser Indikator zeigt an, wie viele der operierten Patienten bei der Entlassung von Einschränkungen der Gehfähigkeit betroffen sind. Je niedriger, desto besser Nach der Operation sollen die Patienten wieder sicher und ohne Schmerzen gehen können. Einschränkungen des Gehens, wie Auffälligkeiten beim Gang oder Schwierigkeiten beim Gleichgewicht sowie Schmerzen, sollten nach der Operation möglichst wenig auftreten. Ob dies gelingt, hängt neben der Operationstechnik auch vom Alter und der Verfassung der Patienten sowie der frühzeitigen Mobilisierung durch die Krankengymnasten ab.
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) mit Gehunfähigkeit bei Entlassung Angegeben ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate an Komplikationen. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff gibt es eine zu erwartende Komplikationsrate (E). Ermittelt wird die Rate an Komplikationen, die erreicht worden wäre, wenn das Krankenhaus bezüglich aller berücksichtigten Risikofaktoren wie beispielsweise Alter, Schwere der Erkrankung und Begleiterkrankungen denselben „Patientenmix“ gehabt hätte, wie alle anderen Kliniken. Die tatsächlich auftretende, beobachtete Rate (O) kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die beobachtete Rate kleiner als die erwartete Rate sein.
Postoperative Beweglichkeit Beweglichkeit bei Entlassung Mit bestimmten Messmethoden wird der Grad der Beweglichkeit eingeschätzt. Je höher, desto besser Die Beweglichkeit des Hüft- oder Kniegelenkes, die Möglichkeit, es zu beugen oder zu strecken, ist für alle Bewegungsabläufe des täglichen Lebens von großer Bedeutung. Eine hohe Beweglichkeit nach der Operation ist Grundvoraussetzung für die weitere aktive Übungstätigkeit des Patienten. Der Grad der Beweglichkeit kann mit bestimmten Messmethoden sicher eingeschätzt werden.
Messung der Beweglichkeit Geprüft wird, bei wie vielen Patienten eine Messung der postoperativen Beweglichkeit durchgeführt wurde. Je höher, desto besser Voraussetzung für die Einschätzung der Beweglichkeit ist die konsequente Durchführung der entsprechenden Messungen. Um den Erfolg der Operation nachweisen zu können, muss die postoperative Beweglichkeit nach einer standardisierten Methode gemessen und in der Patientenakte dokumentiert werden.
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Knieendoprothesenversorgung (Einsatz und Wechsel eines künstlichen Kniegelenkes)

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Abbach Bad Düben* Bad Harzburg Bad Tölz Bad Wildungen Birkenwerder Crivitz* Germersheim Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Wandsbek Hamburg-Westklinikum Hohwald Kandel Langen Lich Lindau Lindenlohe Melsungen Oschatz Parchim Pasewalk Plau am See * Radeberg Schwalm Schwedt Seligenstadt Weißenfels Wiesbaden
Fallzahl 488 391 752 44 159 287 147 124 88 58 22 305 677 66 123 237 131 520 87 324 88 100 81 111 89 74 27 96 243
Indikation zum Einsetzen einer Knie-Totalendoprothese 96,58 >= 90,00 % 98,81 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 99,52 98,76 100,00 96,88 100,00 100,00 96,88 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 97,11 94,34 99,17 94,81 99,11 99,74 100,00 99,63 100,00 100,00 93,33 100,00 100,00 92,75 100,00 97,65 100,00
Indikation zum Einsetzen einer Schlittenprothese 84,85 >= 90,00 % 95,47 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 69,23 100,00 100,00 100,00 - 100,00 100,00 100,00 90,00 75,00 100,00 96,00 83,33 100,00 100,00 100,00 100,00 98,18 - 96,00 81,82 100,00 - 100,00 100,00 - - - 100,00
Indikation zum Knie-Endoprothesen-Wechsel bzw. Komponentenwechsel 81,42 >= 86,00 % 87,06 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 79,69 85,19 94,64 75,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 33,33 90,00 83,33 82,50 62,50 100,00 95,24 94,44 88,37 0,00 88,46 75,00 100,00 83,33 88,89 71,43 60,00 - 63,64 92,59
Perioperative Antibiotikaprophylaxe 99,63 >= 95,00 % 99,72 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 99,39 100,00 99,07 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 98,28 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 98,73 99,24 99,81 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 99,59
Intra- oder postoperative Komplikationen beim geplanten Einsatz einer Knieendoprothese (Erstimplantation) 2,81 <= 8,51 % 2,25 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 4,23 1,78 2,03 2,50 0,63 1,95 0,73 0,90 2,47 0,00 8,33 2,91 2,51 3,45 0,00 4,63 1,77 0,92 7,06 2,68 2,63 2,41 1,33 0,00 1,22 5,80 0,00 3,53 1,39
beim Folgeeingriff im Rahmen eines Wechsels der Knieendoprothese oder von Komponenten der Knieendoprothese 7,37 <= 17,92 % 6,07 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 8,06 7,41 1,79 25,00 100,00 0,00 0,00 0,00 14,29 33,33 10,00 3,33 7,50 12,50 0,00 14,29 5,56 5,81 0,00 15,38 8,33 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 3,70
Beweglichkeit bei Entlassung 90,57 >= 80,00 % 93,46 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 96,01 90,21 97,97 92,50 96,84 99,61 87,59 97,30 98,77 96,36 100,00 98,18 76,77 98,28 100,00 94,44 92,04 97,24 92,94 89,60 92,11 100,00 93,33 98,04 98,78 79,71 96,30 98,82 99,07
Gehunfähigkeit bei Entlassung bei allen Patienten 0,78 nicht definiert % 0,59 Referenzbereich nicht definiert 0,88 0,27 0,00 0,00 1,26 0,36 0,69 0,00 0,00 1,79 17,65 1,09 0,90 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,30 0,66 3,61 0,00 2,86 0,00 1,19 0,00 0,00 0,00 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (0/E) an Patienten mit Gehunfähigkeit bei Entlassung 1,00 <= 4,48 0,75 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,07 0,35 0,00 0,00 1,66 0,54 0,97 0,00 0,00 0,94 6,71 0,90 1,27 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 5,41 0,70 3,53 0,00 2,70 0,00 1,59 0,00 0,00 0,00 0,00