Gynäkologische Operationen

Qualitätsindikatoren Gynäkologische Operationen

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Entfernung der Eierstöcke oder des Eierstocks mit Eileiter fehlende Histologie nach isoliertem Eingriff am Eierstock mit Gewebsentfernung Gemessen wird die Rate der fehlenden feingeweblichen Untersuchungen. Je niedriger, desto besser Bei Eingriffen an den Eierstöcken gewonnene Gewebeproben sollen feingeweblich untersucht werden, da nur so die genaue Diagnose gesichert werden kann.
vollständige Entfernung des Eierstocks oder des Eierstocks mit Eileiter ohne krankhaften Befund  Angegeben ist der Anteil von Patientinnen mit Entfernung eines Eierstocks, bei denen kein krankhafter Befund vorlag.  Je niedriger, desto besser  Operationen sollten nur bei eindeutiger Indikation erfolgen. Dieser Grundsatz gilt auch für Operationen an den Eierstöcken. Das Vorhandensein von Funktionszysten der Eierstöcke ist in der Regel kein Grund für eine Operation, da sie sich häufig von alleine zurückbilden. Durch eine sorgfältige Vordiagnostik, unter anderem mit Ultraschall und einer Verlaufsbeobachtung, lässt sich weitgehend vermeiden, dass bei einem feingeweblichen Normalbefund oder einer Funktionszyste eine Operation durchgeführt wird. Die Rate der Patientinnen mit einem feingeweblichen Normalbefund sollte dementsprechend gering sein.
vollständige Entfernung des Eierstocks oder des Eierstocks mit Eileiter ohne krankhaften Befund oder ohne eine spezifische Angabe zum Befund 
beidseitige Entfernung der Eierstöcke oder der Eierstöcke mit Eileiter ohne krankhaften Befund bei Patientinnen, die unter 45 Jahre sind Ermittelt wird der Anteil von Patientinnen mit Entfernung eines Eierstocks, bei denen kein krankhafter Befund vorlag und die jünger als 45 Jahre sind. je niedriger, desto besser Operationen an den Eierstöcken oder Eileitern sollten nur bei eindeutiger Indikation erfolgen, dies gilt um so mehr, je jünger die Patientinnen und somit im gebärfähigen Alter sind.
Organerhalt bei Eingriffen an den Eierstöcken Dargestellt ist hier, wie häufig bei Frauen, die jünger als 40 Jahre sind, organerhaltend operiert wurde. Je höher, desto besser Bei gutartigen Erkrankungen der Eierstöcke sollten diese Organe, insbesondere bei Frauen die jünger als 40 Jahre sind, möglichst erhalten bleiben.
Organverletzungen bei gynäkologischen Operationen mittels Bauchspiegelung (laparoskopische Operationen)  alle Patientinnen Ermittelt wird, wie häufig es bei gynäkologischen Operationen mittels Bauchspiegelung zu Organverletzungen gekommen ist. Je niedriger, desto besser Ein Großteil der gynäkologischen Operationen wird heute mit einer Bauchspiegelung (laparoskopische Operation) durchgeführt. Laparoskopische Operationen bieten viele Vorteile, haben aber auch besondere Risiken. So kann es zum Beispiel beim ersten Einstich in den Bauchraum trotz aller Sicherheitsmaßnahmen zu einer Verletzung u. a. des Darms kommen. Organverletzungen bei laparoskopischen Operationen können erhebliche Konsequenzen haben. Die Rate an Organverletzungen sollte möglichst gering ausfallen.
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) Dargestellt ist das Verhältnis der beobachteten Rate (O) an Komplikationen zur erwarteten Rate (E).  Je niedriger, desto besser  Für jeden Eingriff gibt es eine zu erwartende Komplikationsrate (E). Die tatsächlich auftretende Komplikationsrate (beobachtete Rate) kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die beobachtete Rate kleiner als die erwartete Rate sein. 
bei Patientinnen ohne Entlassungsdiagnose Karzinom, Endometriose und ohne Voroperation im Bauchraum  Dieser Indikator zeigt an, wie häufig bei Patientinnen mit Krebserkrankung oder Endometriose oder Voroperation, bei denen eine Bauchspiegelung durchgeführt wurde, Organverletzungen aufgetreten sind.  Je niedriger, desto besser Bei Patientinnen, bei denen eine Krebserkrankung (Karzinom) oder eine Voroperation oder eine Verschleppung von Gebärmutterschleimhaut in den Bauchraum (Endometriose) vorliegt, besteht ein erhöhtes Risiko für Organverletzungen.
Transurethraler Dauerkatheter länger als 24 Stunden Dieser Indikator zeigt an, bei wie vielen Patientinnen nach einem Eingriff an den Eierstöcken oder Eileitern eine länger als 24 Stunden andauernde Unterstützung der Blasenentleerung durch einen Harnwegskatheter erforderlich war. Je niedriger, desto besser Nach einer Operation an den Eierstöcken oder den Eileitern ist bei einigen Patientinnen eine zeitweilige Unterstützung der Blasenentleerung durch einen Harnwegskatheter notwendig.
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Gynäkologische Operationen

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/ Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Tölz Burglengenfeld Crivitz* Germersheim Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Kandel Langen Lich Lindau Oschatz Parchim Pasewalk Schwalm Schwedt Sebnitz Seligenstadt Waren* Weißenfels Wiesbaden
Fallzahl 41 45 75 148 141 276 247 347 69 113 127 166 177 73 116 67 151 184 132 77 36 132 90 192
Organverletzungen bei Bauchspiegelungen alle Patientinnen 0,69 nicht definiert % 0,87 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 1,98 0,00 1,55 1,57 1,21 0,00 2,13 1,64 1,06 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,98 2,27 0,00 1,52 0,00 1,28
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate an Organverletzungen (O/E) 1,08 <= 4,13 1,39 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 3,56 0,00 2,28 2,54 1,59 0,00 4,69 2,38 2,28 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,54 3,12 0,00 2,09 0,00 2,46
Patientinnen ohne Karzinom, Endometriose und ohne Voroperation 0,40 = 0,00 % 0,27 Sentinel Event 0,00 0,00 0,00 1,79 0,00 0,00 0,00 1,27 0,00 0,00 3,03 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Fehlende Histologie nach isoliertem Eingriff am Eierstock mit Gewebsentfernung 1,53 <= 5,00 % 2,22 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 5,26 33,33 5,56 0,00 5,26 4,11 2,11 0,00 0,00 1,75 0,00 0,00 1,52 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 6,25 0,00 7,50
Vollständige Entfernung des Eierstocks oder des Eierstocks mit Eileiter ohne krankhaften Befund alle Patientinnen 12,04 <= 20,00 % 12,78 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 50,00 9,52 0,00 13,64 8,82 6,52 8,33 16,67 0,00 38,46 10,00 15,00 8,33 5,88 0,00 33,33 42,86 0,00 0,00 14,29 22,22 26,67
oder ohne spezifischen Befund 32,46 <= 48,15 % 30,83 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 42,86 50,00 28,57 50,00 31,82 29,41 23,91 29,17 41,67 0,00 46,15 15,00 50,00 25,00 23,53 6,67 41,67 57,14 33,33 9,09 28,57 27,78 53,33
beidseitige Entfernung 30,04 = 0,00 % 20,00 Sentinel Event - 0,00 0,00 - 100,00 0,00 - - - - - - - - - - - - - - - - - -
Organerhaltung bei Eingriffen an den Eierstöcken 91,33 >= 78,37 % 88,15 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 66,67 87,50 66,67 96,43 76,47 89,36 94,55 89,47 80,00 92,50 95,00 81,25 86,21 95,00 100,00 89,47 88,46 93,02 89,47 100,00 72,73 76,67 95,83
Transurethraler Dauerkatheter länger als 24 Stunden 3,59 <= 8,52 % 3,10 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 1,00 0,00 5,97 1,42 4,59 4,76 5,43 7,41 2,41 0,00 1,75 4,29 0,00 0,74 1,71 0,00 1,89 0,00 12,50 3,39 4,94