Herzchirurgie

Qualitätsindikatoren Herzchirurgie

Indikatoren  Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Indikation zum kathetergestützten Aortenklappenersatz nach logistischem euroScore I Geprüft wird, ob eine sachgerechte Indikationsstellung erfolgt. Je höher, desto besser Eine kathetergestützte Operation an der Aortenklappe sollte möglichst nur bei Patienten durchgeführt werden, die älter als 75 Jahre sind und für die ein erhöhtes Operationsrisiko besteht oder die nicht mit der konventionellen Operationsmethode operiert werden können.
nach logistischem Aortenklappenscore 2.0
Gefäßkomplikationen bei kathetergestütztem Aortenklappenersatz Angegeben ist die Häufigkeit, mit der es während eines kathetergestützten Eingriffs an der Aortenklappe zu Gefäßkomplikationen gekommen ist. Je niedriger, desto besser Gefäßkomplikationen wie beispielsweise ein Einriss der inneren Wandschicht der Hauptschlagader (Aorta) können besonders bei einem kathetergestützen Eingriff auftreten.
Komplikationen während der Operation bei offen-chirurgischem oder kathetergestütztem Eingriff an der Aortenklappe Ermittelt wird, wie häufig während des Eingriffs Komplikationen auftraten. Je niedriger, desto besser Die systematische Erfassung von Komplikationen während der Operation an der Aortenklappe (intraprozedural) lässt Rückschlüsse auf die Qualität der Behandlung zu.
Neurologische Komplikationen Dargestellt ist die Häufigkeit, mit der es zu neurologischen Störungen gekommen ist. Je niedriger, desto besser Nach der Operation können neurologische Komplikationen wie zum Beispiel kurzfristige Durchblutungsstörungen im Gehirn auftreten. Aber auch ein Schlaganfall (Apoplex) oder Koma sind möglich. Als Risikofaktoren für die o. g. Schädigungen gelten u. a. ein Patientenalter über 70 Jahre oder Bluthochdruck. Auch neurologische Vorerkrankungen stellen ein Risiko dar.
Postoperative Mittelfellentzündung Patienten nach geplanter oder dringlicher Operation Betrachtet wird, wie häufig bei Patienten, bei denen vor der Operation keine Mittelfellentzündung bestand, nach einem Eingriff am Herzen eine Mittelfellentzündung auftrat.  Je niedriger, desto besser Das Mittelfell, in dem das Herz liegt, kann sich nach Operationen des Herzens entzünden. Diese Entzündung stellt eine schwere und lebensbedrohliche Komplikation dar und kann unter anderem eine Infektion benachbarter Organe auslösen. Sie sollte nach Operationen am Herzen möglichst selten auftreten. 
Patienten mit geringen Risikofaktoren
Sterblichkeit im Krankenhaus bei allen Patienten Der Indikator zeigt an, wie häufig Patienten nach einer Operation am Herzen verstarben.  Je niedriger, desto besser Neben der Operationstechnik hat auch das Risikoprofil des Patienten Einfluss auf das Behandlungsergebnis. Das Risiko, zu versterben, wird von mehreren Faktoren, wie einem höheren Lebensalter oder dem Vorhandensein von Vorerkrankungen, beeinflusst. Komplikationen, die zum Tod des Patienten führen, lassen sich bei Operationen am Herzen nicht ganz ausschließen. Die Sterblichkeitsrate der Patienten nach Operationen am Herzen sollte möglichst gering sein. 
bei Patienten mit geplanter/dringlicher Operation Je niedriger, desto besser
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an allen Patienten Angegeben ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate an Todesfällen. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff gibt es eine zu erwartende Sterblichkeitsrate. Die tatsächlich in den Kliniken zu beobachtende Rate kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die Rate von beobachteten Todesfällen zur Rate erwarteter Todesfälle geringer ausfallen.
Verwendung körpereigener Gefäße Mit diesem Indikator wird geprüft, wie häufig die innere Brustwandarterie als Bypass für die Herzkranzgefäße verwendet wurde. Je höher, desto besser Als Material für die Überbrückung von Herzkranzgefäßverengungen dienen Arterien- oder Venenstücke, die während der gleichen Operation entnommen werden und oberhalb und unterhalb des Engpasses eingenäht werden. Heute wird für die Umleitung regelhaft die innere Brustwandarterie verwendet, da sich im Verlauf der folgenden Jahre eine deutlich geringere Rate an erneuten Herzinfarkten oder Angina-Pectoris-Anfällen im versorgten Gebiet gegenüber der Verwendung von reinen Venenbypässen gezeigt hat.
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Operationen an den Herzkranzgefäßen

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Coswig* Hamburg-Cardioclinic Hamburg-St. Georg Lahr/Baden*
Fallzahl 484 91 403 357
Verwendung der linksseitigen Arteria mammaria interna 94,81 >= 90,00 % 94,38 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 92,96 96,20 96,73 93,04
Postoperative Mediastinitis nach geplanter/dringlicher Operation 0,39 nicht definiert % 0,69 Referenzbereich nicht definiert 0,28 0,00 1,96 0,00
bei Risikoklasse 0 oder 1 (nach NNIS) 0,30 <= 1,75 % 0,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 0,00
Neurologische Komplikationen bei geplanter/dringlicher Operation 0,80 <= 1,81 % 0,63 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,32 0,00 1,71 0,00
Sterblichkeit im Krankenhaus alle Patienten 2,90 nicht definiert % 3,22 Referenzbereich nicht definiert 5,79 2,20 1,99 1,40
nach geplanter/dringlicher Operation 1,85 nicht definiert % 1,97 Referenzbereich nicht definiert 4,23 0,00 1,63 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E) an Todesfällen 1,05 <= 2,04 1,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,67 2,68 0,44 0,32

Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Kathetergestütze Operationen an der Aortenklappe

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Coswig* Hamburg-Cardioclinic Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Lahr/Baden*
Fallzahl 75 83 280 53 70
Indikation zum kathetergestützten Aortenklappenersatz nach logistischem euroSCORE I 84,45 >= 85,00 % 66,85 Ergebnis außerhalb des Referenzbereiches 98,67 51,81 63,08 87,50 51,43
nach logistischem Aortenklappenscore 2.0 76,69 nicht definiert % 46,19 Referenzbereich nicht definiert 98,67 20,00 33,58 78,72 19,57
Neurologische Komplikationen bei geplanter/dringlicher Operation 1,24 <= 3,39 % 1,71 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,49 0,00 2,23 2,50 1,59
Intraprozedurale Komplikationen 3,05 <= 7,25 % 2,50 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 2,67 1,20 2,14 1,89 5,71
Gefäßkomplikationen 8,61 <= 22,78 5,70 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 1,20 6,79 11,32 8,57
Sterblichkeit im Krankenhaus alle Patienten 3,86 nicht definiert % 5,53 Referenzbereich nicht definiert 9,33 8,43 5,00 5,66 0,00
nach geplanter/dringlicher Operation 3,62 nicht definiert % 4,95 Referenzbereich nicht definiert 9,33 8,54 3,66 5,88 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E) an Todesfällen 0,86 <= 2,51 1,05 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 2,53 1,88 0,92 0,84 0,00

Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Konventionell-Chirurgische Operationen an der Aortenklappe

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Coswig* Hamburg-Cardioclinic Hamburg-St. Georg Lahr/Baden*
Fallzahl 105 34 98 92
Postoperative Mediastinitis nach geplanter/dringlicher Operation 0,33 nicht definiert % 0,64 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 2,17 0,00
bei Risikoklasse 0 oder 1 (nach NNIS) 0,26 <= 1,98 % 0,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 0,00
Neurologische Komplikationen bei geplanter/dringlicher Operation 1,08 <= 4,26 % 0,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 0,00
Intraprozedurale Komplikationen 0,72 <= 2,71 % 0,90 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,90 0,00 0,00 1,09
Sterblichkeit im Krankenhaus alle Patienten 2,99 nicht definiert % 2,69 Referenzbereich nicht definiert 1,90 8,82 1,02 2,17
nach geplanter/dringlicher Operation 2,38 nicht definiert % 2,87 Referenzbereich nicht definiert 2,08 9,09 1,09 2,27
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E) an Todesfällen 1,16 <= 2,22 1,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,85 7,59 0,34 1,43

Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Kombinierte Eingriffe an der Aortenklappe und den Herzkranzgefäßen

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Coswig* Hamburg-St. Georg Lahr/Baden*
Fallzahl 63 40 49
Postoperative Mediastinitis nach geplanter/dringlicher Operation 0,42 nicht definiert % 0,00 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00
bei Risikoklasse 0 oder 1 (nach NNIS) 0,45 <= 3,49 % 0,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00
Neurologische Komplikationen bei geplanter/dringlicher Operation 1,78 <= 4,20 % 0,74 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,85 0,00 0,00
Sterblichkeit im Krankenhaus alle Patienten 5,27 nicht definiert % 3,16 Referenzbereich nicht definiert 3,17 5,00 2,04
nach geplanter/dringlicher Operation 4,42 nicht definiert % 3,42 Referenzbereich nicht definiert 3,45 5,13 2,33
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E) an Todesfällen 1,16 <= 2,11 0,86 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,87 1,24 0,52