Karotis

Qualitätsindikatoren Operation an der Halsschlagader (offen-chirurgisch und kathetergestützt)

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Indikation Verengung ohne Symptome (asymptomatische Karotisstenose) Der Indikator zeigt an, wie hoch der Anteil von Patienten mit einer Verengung von 60 Prozent und mehr an allen behandelten Patienten ohne Beschwerden ist. Je höher, desto besser Eine Operation an der Halsschlagader, eine Thrombendarteriektomie (TEA), sollte bei Patienten ohne Beschwerden nur dann durchgeführt werden, wenn die Halsschlagader bereits 60 Prozent und mehr verengt ist.
Verengung mit Symptomen (symptomatische Karotisstenose) Dargestellt ist hier, bei wie vielen der Patienten mit Beschwerden eine Verengung der Halsschlagader von 50 Prozent und mehr vorlag. Je höher, desto besser Angezeigt ist eine Operation an der Halsschlagader insbesondere wenn eine Verengung der Halsschlagader bereits zu kurzfristigen Durchblutungsstörungen des Gehirns (Transitorische ischämische Attacke, TIA) und/oder Lähmungserscheinungen geführt hat und der Stenosegrad mehr als 50 Prozent beträgt.
Schlaganfälle oder Tod in zeitlichem Zusammenhang mit dem Eingriff: bei beschwerdefreien Patienten ohne Verschluss der Halsschlagader der Gegenseite Geprüft wird, wie häufig es bei der Operation beschwerdefreier Patienten, bei denen eine Halsschlagader zu mehr als 60 Prozent verengt ist, ohne dass die Gegenseite zu mehr als 75 Prozent verschlossen ist, zu schwerwiegenden Komplikationen gekommen ist. Je niedriger, desto besser Die Komplikationsrate bei der Behandlung beschwerdefreier Patienten sollte so gering wie möglich ausfallen.
mit Verschluss oder Verengung der Halsschlagader der Gegenseite Dargestellt ist, wie häufig bei beschwerdefreien Patienten, bei denen beide Halsschlagadern verengt sind, schwerwiegende Komplikationen wie Schlaganfall oder Tod aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser
bei einer Operation an der Halsschlagader bei Patienten, bei denen gleichzeitig eine Bypassoperation an den Herzkranzgefäßen durchgeführt wird Angegeben ist hier, wie häufig bei beschwerdefreien Patienten, bei denen beide Halsschlagadern verengt sind und die gleichzeitig eine Bypassoperation an den Herzkranzgefäßen hatten, schwerwiegende Komplikationen wie Schlaganfall oder Tod aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser
Schlaganfälle oder Tod in zeitlichem Zusammenhang mit dem Eingriff: bei Patienten mit Beschwerden Dargestellt wird die Komplikationsrate an Schlaganfällen oder Todesfällen bei Patienten, die vor der Operation klinische Zeichen wie z. B. kurzzeitige Lähmungen hatten. Je niedriger, desto besser Bei einer symptomatischen Karotisstenose geht die Verengung der Halsschlagader mit vorübergehenden Ausfallserscheinungen wie kurzzeitigen Lähmungen oder Schwindelanfällen einher. Komplikationen, wie ein Schlaganfall während des Eingriffs oder der Tod des Patienten, sollten so selten wie möglich auftreten.
Schlaganfälle oder Tod im zeitlichen Zusammenhang mit dem Eingriff Dieser Indikator zeigt an, bei wie vielen Patienten ohne Beschwerden vor der Operation, bei denen eine Halsschlagader-Operation durchgeführt wurde, ein Schlaganfall oder Todesfall aufgetreten ist. Je niedriger, desto besser Ein Schlaganfall oder Todesfall, der im zeitlichen Zusammenhang mit dem Eingriff steht, ist eine Komplikation, die so selten wie möglich auftreten sollte.
Schwere Schlaganfälle oder Tod alle Patienten Dieser Indikator zeigt an, bei wie vielen Patienten, bei denen eine Halsschlagader-Operation durchgeführt wurde, schwerwiegende Komplikationen aufgetreten sind. Je niedriger, desto besser Ein schwerer Schlaganfall, der im zeitlichen Zusammenhang mit dem Eingriff steht und der zur Invalidität oder gar zum Tod des Patienten führt, stellt eine schwerwiegende Komplikation dar.
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate (O/E) Schlaganfälle oder Tod Angegeben ist das Verhältnis von der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff, auch für die Halsschlagader-Operation, gibt es eine zu erwartende Komplikationsrate. Die tatsächlich auftretende Komplikationsrate (beobachtete Rate) kann von der erwarteten Rate abweichen. Idealerweise sollte die beobachtete Rate kleiner als die erwartete Rate sein. 
Schwere Schlaganfälle oder Tod
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Operation an der Halsschlagader

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Wildungen Birkenwerder Coswig * Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Oschatz Pasewalk Plau am See* Schwedt Seesen Teupitz Weißenfels
Fallzahl offen-chirurgische Eingriffe 50 52 48 27 54 3 33 98 0 48 26 29 35 32 94 0 42
Fallzahl kathetergestützte Eingriffe 3 6 0 0 60 34 31 9 45 14 0 2 6 3 18 52 2
Indikation - offen-chirurgischer Eingriff asymptomatische Karotisstenose 98,27 >= 95,00 % 98,76 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 100,00 100,00 100,00 90,91 100,00 - 100,00 100,00 - 100,00 100,00 100,00 92,86 100,00 100,00 - 96,97
symptomatische Karotisstenose 99,04 >= 95,00 % 99,56 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 - 97,30 100,00 - 100,00 100,00 100,00 - 100,00
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei beschwerdefreien Patienten und offen-chirurgischem Eingriff ohne Verschluss der Gegenseite (kontralaterale Karotisstenose) 1,45 nicht definiert % 1,18 Referenzbereich nicht definiert 0,00 2,38 0,00 0,00 0,00 - 0,00 3,92 - 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 2,08 - 0,00
mit Verschluss oder Verengung der Gegenseite 1,61 nicht definiert % 1,72 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 0,00 - - 0,00 25,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum -bei beschwerdefreien Patienten und als Simultaneingriff bei aortokoronarer Bypassoperation 11,71 = 0 % 7,14 Sentinel Event - 0,00 0,00 - - - 100,00 - - - - - - - - - -
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei Patienten mit Beschwerden und offen-chirurgischem Eingriff 2,55 nicht definiert % 3,54 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 0,00 7,69 0,00 0,00 5,71 - 5,56 0,00 - 0,00 10,00 2,86 - 0,00
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei offen-chirurgischem Eingriff alle Patienten 2,25 nicht definiert % 2,92 Referenzbereich nicht definiert 0,00 1,96 2,78 3,70 3,70 0,00 3,12 4,08 - 4,17 0,00 3,45 2,86 6,25 2,13 - 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate (O/E) 1,06 <= 3,32 1,38 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 1,14 1,25 1,83 2,00 0,00 1,47 2,06 - 1,76 0,00 1,84 1,01 3,00 1,07 - 0,00
Schwere Schlaganfälle oder Tod bei offen-chirurgischem Eingriff alle Patienten 1,23 nicht definiert % 1,17 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 0,00 3,70 1,85 0,00 0,00 0,00 - 2,08 0,00 0,00 2,86 6,25 2,13 - 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate (O/E) 1,03 <= 4,33 1,02 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 0,00 3,83 1,83 0,00 0,00 0,00 - 1,58 0,00 0,00 1,94 5,32 2,00 - 0,00
Indikation – kathetergestützter Eingriff asymptomatische Karotisstenose 96,99 >= 95,00 % 99,29 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 100,00 100,00 - - 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 100,00 - 100,00 100,00 100,00 100,00 95,00 100,00
symptomatische Karotisstenose 98,40 >= 95,00 % 100,00 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches - - - - 100,00 100,00 100,00 - 100,00 100,00 - - 100,00 - 100,00 100,00 -
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei beschwerdefreien Patienten und kathetergestützem Eingriff ohne Verschluss der Gegenseite (kontralaterale Karotisstenose) 1,58 nicht definiert % 0,00 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 - - 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
mit Verschluss oder Verengung der Gegenseite 2,77 nicht definiert % 0,00 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 - - 0,00 0,00 0,00 - 0,00 0,00 - - - 0,00 0,00 0,00 -
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei Patienten mit Beschwerden und mit kathetergestützem Eingriff 3,91 nicht definiert % 1,98 Referenzbereich nicht definiert - - - - 0,00 7,14 0,00 - 0,00 0,00 - - 0,00 - 0,00 5,00 -
Schlaganfälle oder Tod um den Eingriff herum - bei kathetergestützem Eingriff alle Patienten 4,45 nicht definiert % 1,68 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 - - 1,67 2,94 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 16,67 0,00 0,00 3,85 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate (O/E) 1,31 <= 2,89 0,47 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 - - 0,49 1,01 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 1,36 0,00 0,00 0,61 0,00
Schwere Schlaganfälle oder Tod bei kathetergestützem Eingriff alle Patienten 2,93 nicht definiert % 0,67 Referenzbereich nicht definiert 0,00 0,00 - - 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 16,67 0,00 0,00 1,92 0,00
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Komplikationsrate (O/E) 1,41 <= 3,26 0,35 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,00 0,00 - - 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 - 0,00 1,64 0,00 0,00 0,47 0,00