Koronarangiographie

Qualitätsindikatoren Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße

Indikatoren Was wird gemessen? Qualitätsziel Beschreibung des Indikators
Erreichen des Rekanalisationsziels bei PCI  Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße bei Patienten mit Herzinfarkt Geprüft wird, bei wie vielen Behandlungen von Patienten mit Herzinfarkt, der nicht älter als 24 Stunden ist und im EKG sichtbar war, das Ziel des Eingriffs erreicht wird. Je höher, desto besser Ein ausgesprochener Notfall liegt immer dann vor, wenn der Verdacht auf einen Herzinfarkt besteht. In diesen Fällen ist es wichtig, dass die Durchblutung der Herzkranzgefäße so schnell wie möglich wiederhergestellt wird.
Wiederherstellung der Durchblutung der Herzkranzgefäße bei Patienten ohne Herzinfarkt Der Indikator zeigt an, bei wie vielen behandelten Patienten das Ziel des Eingriffs erreicht wird. Je höher, desto besser Die Aufdehnung der Herzkranzgefäße ist erfolgreich, wenn es gelingt, die Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen zu beheben und der Eingriff ohne Komplikationen verläuft.
Um die mit dem Herzkathetereingriff verbundene Strahlenbelastung einschätzen zu können, wird die Menge an Strahlung (gray units – Gy), die von der bestrahlten Körperfläche (cm²) aufgenommen wurde, ermittelt (Flächendosisprodukt). Das Flächendosisprodukt sollte möglichst gering ausfallen.
Indikation zur elektiven, isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) Anteil der Koronarangiographien ohne pathologischen (krankhaften) Befund Mit diesem Indikator wird der Anteil an Patienten ermittelt, bei denen die Darstellung der Herzkranzgefäße einen normalen Befund ergeben hatte. Je niedriger, desto besser Eine Darstellung der Herzkranzgefäße sollte nur dann durchgeführt werden, wenn es deutliche Anzeichen für eine Verengung der Herzkranzgefäße gibt, da jeder Eingriff auch ein gewisses Risiko an Komplikationen birgt.
Indikation zur elektiven, isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) bei Vorliegen von objektiven, nicht-invasiven Zeichen der Durchblutungsstörungen (Ischämiezeichen) der Herzkranzgefäße Mit diesem Indikator wird geprüft, ob die Entscheidung für die Herzkatheteruntersuchung durch entsprechende Befunde, wie z. B. Anzeichen für Durchblutungsstörungen im EKG oder durch eine typische klinische Symptomatik gestützt wird. Je höher, desto besser Als Gründe für die Durchführung der Herzkatheteruntersuchung gelten deutliche Beschwerden des Patienten im Herz- bzw. Brustkorbbereich, die auf eine Verengung der Herzkranzgefäße hinweisen. Anzeichen für eine Durchblutungsstörung der Herzkranzgefäße (Ischämie) sind zum Beispiel die sogenannte Angina Pectoris (Brustenge) oder Veränderungen im EKG, das unter körperlicher Belastung geschrieben wird. 
MACCE Schwerwiegende Komplikationen bei der Darstellung der Herzkranzgefäße Dargestellt wird hier, wie häufig es bei der Darstellung der Herzkranzgefäße zu schwerwiegenden Komplikationen (MACCE) gekommen ist. Je niedriger, desto besser Herzkathetereingriffe sind mit statistisch geringen, im Einzelfall möglicherweise schwerwiegenden Risiken verbunden. Die Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße kann zum Beispiel einen lebensbedrohlichen Herzinfarkt, Schlaganfall oder sogar den Tod zur Folge haben. Die Komplikationen werden unter der Bezeichnung MACCE (Major Adverse Cardiac and Cerebrovascular Events) zusammengefasst. Das Risiko, eine Komplikation zu erleiden, ist umso größer, je älter die Patienten sind und je stärker die Verengung der Herzkranzgefäße ausgeprägt ist. Auch das Vorhandensein von weiteren Begleiterkrankungen oder eine hohe Dringlichkeit für diesen Eingriff gelten als Risikofaktoren.
Schwerwiegende Komplikationen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße Dieser Indikator zeigt an, wie häufig es bei der Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße zu schwerwiegenden Komplikationen (MACCE) gekommen ist. Je niedriger, desto besser
Schwerwiegende Komplikationen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße bei Patienten mit Herzinfarkt Ermittelt wird, wie häufig es bei der Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße bei Patienten mit einem Herzinfarkt zu schwerwiegenden Komplikationen (MACCE) gekommen ist. Je niedriger, desto besser
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) Todesfälle bei der isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße Angegeben ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate (O/E) an Todesfällen nach einer Darstellung der Herzkranzgefäße. Je niedriger, desto besser Für die Durchführung der Koronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße) kann eine zu erwartende Komplikationsrate errechnet werden. Die tatsächlich in den Kliniken beobachtete Todesrate kann davon abweichen.
Todesfälle bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße Dargestellt ist das Verhältnis von beobachteter zu erwarteter Rate (O/E) an Todesfällen in Folge einer Aufdehnung der Herzkranzgefäße. Je niedriger, desto besser Für jeden Eingriff, auch die Aufdehnung der Herzkranzgefäße (PCI), kann eine zu erwartende Komplikationsrate errechnet werden. Die tatsächlich in den Kliniken beobachtete Todesrate kann davon abweichen.
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Ergebnisse der Asklepios-Gruppe 2015: Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße

Indikatoren Bundesrate 2015 Referenzbereich/Einheit Asklepios Gesamtrate Status Bad Oldesloe Bad Tölz Bad Wildungen Burglengenfeld Coswig Crivitz Germersheim Goslar Hamburg-Altona Hamburg-Barmbek Hamburg-St. Georg Hamburg-Harburg Hamburg-Nord Hamburg-Wandsbek Hamburg-Westklinikum Kandel Lahr/Baden Langen Parchim Radeberg Schwalm Schwedt Seligenstadt Weißenfels
GESAMTFALLZAHL ° 429 366 87 368 2.522 24 44 853 1.609 930 2.286 1.087 1.240 1.339 723 397 1.411 829 545 107 1.082 1.391 21 771
Indikation zur geplanten, isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße (Koronarangiographie) objektive, nicht invasive Durchblutungsstörungen (Ischämiezeichen) 54,60 >= 24,18 % 69,71 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 87,7 79,6 98,0 90,3 68,8 100,0 100,0 - 68,3 94,1 76,2 70,0 63,1 21,3 72,5 99,3 57,9 81,5 60,8 64,3 43,5 82,2 100,0 56,4
Anteil ohne krankhaften Befund 32,23 nicht definiert % 31,50 Referenzbereich nicht definiert 34,8 32,3 53,9 16,1 38,8 28,6 13,3 - 32,8 22,9 33,6 34,2 34,2 26,9 44,5 14,0 27,9 36,4 34,8 9,1 33,7 27,7 50,0 13,7
Erreichen des Rekanalisationsziels bzw. Interventionsziels bei PCI Wiederherstellung der Durchblutung bei Patienten mit Herzinfarkt 90,83 >= 80,56 % 91,64 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 86,2 92,3 50,0 60,0 91,0 - 100,0 100,0 89,9 96,6 92,2 93,3 93,3 92,6 100,0 94,7 95,5 99,0 86,4 100,0 87,6 80,3 - 81,5
Wiederherstellung der Durchblutung bei allen Patienten ohne Herzinfarkt 94,89 >= 89,75 % 94,88 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 91,3 93,3 100,0 99,0 93,6 100,0 100,0 96,9 97,2 95,7 94,6 95,1 98,2 94,4 98,0 98,6 90,6 93,8 88,9 100,0 92,0 96,4 - 94,3
Schwerwiegende Komplikationen (MACCE) Schwerwiegende Komplikationen bei der Darstellung der Herzkranzgefäße 1,59 nicht definiert % 1,68 Referenzbereich nicht definiert 2,4 1,2 1,4 1,3 0,7 0,0 3,6 2,9 2,3 1,4 3,0 2,8 1,6 2,3 1,6 1,2 0,7 2,1 0,3 0,0 1,7 1,6 9,5 1,0
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an schwerwiegenden Komplikationen bei der Darstellung der Herzkranzgefäße 1,00 <= 2,30 0,92 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,3 0,8 1,1 0,6 0,4 0,0 2,9 2,1 1,3 1,0 1,2 1,6 0,9 0,9 0,8 0,7 0,6 0,6 0,3 0,0 1,3 1,1 2,4 0,6
Schwerwiegende Komplikationen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße 3,78 nicht definiert % 4,01 Referenzbereich nicht definiert 4,0 4,6 0,0 0,0 2,0 0,0 6,3 4,2 4,4 4,0 4,9 4,6 5,0 3,3 3,2 1,6 4,6 3,6 5,0 2,2 3,5 6,4 - 5,8
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an schwerwiegenden Komplikationen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße 1,00 <= 2,07 0,98 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,8 1,2 0,0 0,0 0,6 0,0 2,6 1,4 1,1 0,9 1,1 1,0 1,0 0,7 0,9 0,3 2,2 0,7 1,5 0,5 1,1 1,2 - 1,3
Scherwiegende Komplikationen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße bei Patienten mit Herzinfarkt 10,01 nicht definiert % 9,82 Referenzbereich nicht definiert 6,9 8,3 0,0 0,0 6,7 - 0,0 0,0 12,7 9,1 16,4 8,4 9,8 9,4 9,1 0,0 0,0 7,8 3,7 7,1 10,9 18,3 - 10,3
Sterblichkeit im Krankenhaus bei der isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße 1,41 nicht definiert % 1,40 Referenzbereich nicht definiert 2,0 1,2 1,4 0,9 0,4 0,0 3,6 1,5 2,0 1,4 2,8 2,6 1,4 1,9 1,6 1,2 0,0 2,1 0,3 0,0 1,7 1,3 9,5 0,7
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate an Todesfällen (O/E) bei der isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße 1,05 <= 2,38 0,91 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 1,3 1,0 1,4 0,5 0,3 0,0 3,6 1,6 1,4 1,1 1,2 1,8 0,9 0,9 0,9 0,8 0,0 0,7 0,4 0,0 1,6 1,1 3,0 0,4
bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße (PCI) 3,04 nicht definiert % 3,23 Referenzbereich nicht definiert 2,8 4,6 0,0 0,0 1,3 0,0 0,0 5,1 4,1 3,8 4,4 3,8 4,6 2,5 2,2 1,6 0,2 2,6 1,4 2,2 3,3 5,0 - 5,8
Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O/E) an Todesfällen bei der Aufdehnung der Herzkranzgefäße 1,00 <= 2,05 % 0,99 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,8 1,3 0,0 0,0 0,5 0,0 0,0 2,6 1,6 1,0 1,1 1,1 1,2 0,7 0,9 0,4 0,2 0,5 0,6 0,5 1,2 1,1 - 1,5
unvollständige Dokumentation von Risikofaktoren 0,25 <= 1,21 % 0,09 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,1 0,2 0,1 0,0 0,0 0,0 0,5 0,0 0,0 0,0 0,0 0,4 0,1 0,0 0,5
Dosisflächenprodukt Isolierte Darstellung der Herzkranzgefäße mit Dosisflächenprodukt über 3.500 cGy*cm² 18,23 <= 40,38 % 11,95 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 12,6 16,8 6,1 3,3 8,3 12,5 7,1 0,0 13,2 1,2 28,2 5,1 0,7 9,3 6,1 3,0 16,6 10,8 18,8 1,6 6,6 23,0 10,0 14,6
Isolierte Aufdehnung der Herzkranzgefäße mit Dosisflächenprodukt über 6.000 cGy*cm² 23,71 <= 51,89 % 19,98 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches - 75,0 0,0 10,4 12,2 - - 0,0 10,0 - 25,0 3,7 26,0 - 30,0 0,0 17,4 14,3 25,0 0,0 0,0 29,5 - 29,4
Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße (Einzeitig PCI) mit Dosisflächenprodukt über 8.000 cGy*cm² 17,26 <= 40,55 % 11,05 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 10,4 26,4 0,0 5,3 7,8 0,0 6,3 0,3 9,5 0,2 29,7 2,8 2,0 9,8 19,1 2,4 8,0 10,2 18,4 0,0 12,7 14,1 - 7,1
Fehlende Dokumentation 0,49 <= 1,29 % 0,36 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 0,0 0,3 0,0 0,5 0,1 0,0 0,0 0,0 0,8 0,2 0,4 0,3 0,0 0,3 0,0 0,0 0,5 0,0 0,2 0,0 0,1 0,5 4,8 1,4
Kontrastmittelmenge bei der isolierten Darstellung der Herzkranzgefäße über 150 ml 7,11 <= 17,00 % 4,58 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 14,5 5,1 4,9 1,6 3,4 6,3 3,6 0,0 4,6 1,4 6,3 4,4 0,3 3,0 1,6 1,1 6,7 1,8 8,4 1,6 4,4 11,7 4,8 1,3
bei der isolierten Aufdehnung der Herzkranzgefäße über 200 ml 21,74 <= 46,94 % 15,81 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches - 75,0 25,0 4,1 6,7 - - 0,0 30,0 - 0,0 9,3 1,0 - 0,0 20,0 44,9 14,3 0,0 33,3 60,0 24,3 - 11,4
bei der Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße (Einzeitig PCI) über 250 ml 15,54 <= 33,22 % 7,93 Ergebnis innerhalb des Referenzbereiches 28,5 10,9 0,0 1,3 4,3 0,0 0,0 0,0 16,5 4,2 10,2 2,8 0,6 4,4 1,3 0,0 19,7 5,5 10,3 7,0 10,0 12,3 - 3,6