»DIE MESSUNG VON QUALITÄT IST DER ERSTE SCHRITT. DER ZWEITE, DER DANN FOLGEN MUSS, IST DIE KOMMUNIKATION.«

Einblicke gewähren

 

Wir wollen die Qualität unserer Kliniken und der Behandlungen für unsere Patienten spürbar und für jeden nachvollziehbar machen. Dafür veröffentlichen wir unsere medizinischen Ergebnisse.

 

 

Wir bei Asklepios haben erkannt, dass es nicht ausreicht, „nur“ gute Qualität zu bieten, sie muss auch verständlich dargestellt sein. Die Informationen müssen für Interessierte begreifbar und vergleichbar werden. Daher der Bericht. Er ermöglicht es, sich die Informationen herauszuziehen, die interessieren und für eine Entscheidungsfindung benötigt werden. Eine allgemein verständliche Beschreibung der medizinischen Sachverhalte und der Indikatoren soll ebenfalls zum Verständnis der Ergebnisse beitragen.

 

Die erhobenen Daten sind Werkzeuge. Sie geben Hinweise auf mögliche Schwächen. Wichtig sind die kritische Analyse der Fakten und die Schlüsse, die aus den Daten gezogen werden. Dabei bleibt es jedoch nicht: Es folgen die Umsetzung geplanter Verbesserungsmaßnahmen und die Kontrolle, ob diese zu dem gewünschten Ergebnis führen. Wir verstehen Qualitätsmanagement als einen ständigen Prozess des Lernens und der Verbesserung. So kommen wir, bei Asklepios zu nachhaltig guten Ergebnissen. 
  

Nachhaltig gute Ergebnisse

 

Nachhaltig gute Ergebnisse lassen sich an der Ergebnisentwicklung zur Indikationsstellung (wird das Richtige getan) ebenso ablesen wie an den Ergebnissen zu den Behandlungsprozessen sowie zu den Komplikationen und zur Sterblichkeit7.

Übersicht über Die ErgebnissEntwicklung der Externen Qualitätssicherung

Dargestellt ist, inwieweit die Asklepios-Gruppe den Bereich für eine gute Behandlungsqualität (Referenzbereich) einhalten (). Ein Vergleich erfolgt nur, wenn die für das Verfahren zuständigen Institute (AQUA/ IQTIG) eine Vergleichbarkeit testieren. Leere Felder zeigen an, dass die Vergleichbarkeit nicht gegeben ist.    

Ergebnisse der Asklepios Gruppe in der Externen Qualitätssicherung (2013 – 2015)

Sachgerechte Indikationsstellung 2013 2014 2015
Einsatz eines Herzschrittmachers bei bradykarden Herzrhythmusstörungen
Einsatz eines Herzschrittmachers Leitlinienkonforme Systemwahl
Einsatz eines Defribrillator Leitlinienkonforme Indikation
Operation an der Halsschlagader offen-chirurgischer Eingriff bei symptomatischer Karotisstenose-
offen-chirurgischer Eingriff bei asymptomatischer Karotisstenose-
kathetergestützter Eingriff bei symptomatischer Karotisstenose
kathetergestützter Eingriff bei asymptomatischer Karotisstenose
Hüftendoprothesen-versorgung geplanter Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks (Erstimplantation)
Wechsel eines künstlichen Hüftgelenks
Knieendoprothesen-versorgung Einsatz einer künstlichen Kniegelenks
Einsatz einer Knie - Schlittenprothese
Behandlung von Brustkrebs zur Sentinel-Lymphknoten-Biopsie
Darstellung und Aufdehnung der Herzkranzgefäße zur Darstellung der Herzkranzgefäße (durchblutungsstörungen)
für die isolierte Darstellung der Herzkranzgefäße

Prozesse

Prozesse 2013 2014 2015
Herzschrittmacher (Einsatz/Aggrwgatwechsel) Eingriffsdauer
Defibrillator (Einsatz/Aggregatwechsel)
Gynäkologische Operationen Fehlende Histologie nach isoliertem Ovareingriff mit Gewebsentfernung
Transurethraler Dauerkatheter länger als 24 Stunden
Geburtshilfe Antenatale Kortikosteroidtherapie bei Frühgeburten mit einem präpartalen stationären Aufenthalt von mindestens zwei Kalendertagen
Antibiotikagabe bei vorzeitigem Blasensprung
Perioperative Antibiotikaprophylaxe bei Kaiserschnittentbindung
E-E-Zeit bei Notfallkaiserschnitt <= 20 Minuten
E-E-Zeit bei Notfallkaiserschnitt über 20 Minuten
Bestimmung des Nabelarterien-pH-Wertes bei lebend geborenen Einlingen
Anwesenheit eines Pädiaters bei Frühgeburten
Azidoseprüfung bei Neugeborenen und reifen Einlingen mit Nabelarterien-pH-Bestimmung nach Empfehlung von GQH
Hüftgelenksnaher Oberschenkelbalsbruch - osteosynthetische Versorgung Präoperative Verweildauer über 24 Stunden nach Aufnahme im Krankenhaus
Hüftendoprothesenversorgung Präoperative Verweildauer über 48 Stunden
Anteil Patienten mit Sturzprophylaxe
Perioperative Antibiotikaprophylaxe
Behandlung von Brustkrebs Prätherapeutische Diagnosesicherung durch Stanz- oder Vakuumbiopsie bei Patientinnen mit Ersteingriff bei Primärerkrankung
Prätherapeutische histologische Diagnosesicherung
Intraoperative Präparatradiografie oder intraoperative Präparatsonografie bei mammografischer Drahtmarkierung
Intraoperative Präparatradiografie oder intraoperative Präparatsonografie bei sonografischer Drahtmarkierung
Ambulant erworbene Lungenentzündung Erste Blutgasanalyse oder Pulsoxymetrie innerhalb von 8 Stunden nach Aufnahme
Antimikrobielle Therapie innerhalb der ersten 8 Stunden nach Aufnahme (nicht aus anderem Krankenhaus)
Frühmobilisation: alle Patienten
Verlaufskontrolle des CRP oder PCT innerhalb der ersten 5 Tage nach Aufnahme
Vollständige Bestimmung klinischer Stabilitätskriterien bis zur Entlassung
Bestimmung der Atemfrequenz bei Aufnahme

Komplikationen

Komplikationen 2013 2014 2015
Herzschrittmacher & Defibrillatoren
Einsetzen eines Herzschrittmacher Chirurgische Komplikationen
Herzschrittmacher-Aggregatwechsel
Herzschrittmacher-Revision
Einsetzen eines Defibrillators
Defibrillator- Aggregatwechsel
Defibrillator-Revision
Endoprothetik (Hüfte/Knie)
Versorgung einer hüftgelenknahen Femurfrakturmit einem künstlichen Hüftgelenk Allgemeine oder spezifische intra- oder postoperative Komplikationen/
geplantes Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes
erneutes Einsetzen eines künstlichen Hüftgelenkes (Wechsel-OP)
geplantes Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes Intra- oder postoperative Komplikationen
erneutes Einsetzen eines künstlichen Kniegelenkes (Wechsel-OP)
Herzchirurgie
Operation an der Aortenklappe, isoliert konventionell chirurgisch Neurologische Komplikationen
Operation an der Aortenklappe, kathetergestützt
Operation an den Koronargefäßen
Kombinierte Operation an der Aortenklappe und den Herzkranzgefäßen

Sterblichkeit Krankenhaus (Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E))

Sterblichkeit Krankenhaus (Verhältnis der beobachteten zur erwarteten Rate (O / E)) 2013 2014 2015
Operation an der Halsschlagader, offen-chirurgisch* an periprozeduralen Schlaganfällen oder Todesfällen
Operation an der Halsschlagader, offen-chirurgisch an schweren Schlaganfällen oder Todesfällen
Operation an der Halsschlagader, kathetergestützt an schweren Schlaganfällen oder Todesfällen
Hüftgelenksnaher Oberschenkelbalsbruch – osteosynthetische Versorgung an Todesfällen
Neonatologie an Todesfällen bei Risiko-Lebendgeburten
Neonatologie an Todesfällen bei sehr kleinen Frühgeborenen (ohne zuverlegte Kinder)
Operation an der Aortenklappe, isoliert konventionell chirurgisch an Todesfällen
Operation an der Aortenklappe, kathetergestützt an Todesfällen
Operation an den Koronargefäßen an Todesfällen
Kombinierte Operation an der Aortenklappe und den Herzkranzgefäßen an Todesfällen

Um Ergebnisse von Kliniken miteinander vergleichen zu können, wird ermittelt, welche Rate an Komplikationen oder Todesfällen erreicht worden wäre, wenn das Krankenhaus bezüglich aller berücksichtigten Risikofaktoren wie beispielsweise Alter, Schwere der Erkrankung und Begleiterkrankungen denselben „Patientenmix“ gehabt hätte, wie alle anderen Kliniken. Diese Risikoadjustierung hilft, Ergebnisse vergleichbar zu machen.

 

Überblick schaffen statt einzelne gute Ergebnisse in den Vordergrund zu stellen, ist ein weiterer Ansatz, den wir von Asklepios verfolgen. Daher stellen wir die Ergebnisse der Behandlungsqualität umfassend dar und veröffentlichen zum gesetzlich vorgeschriebenen Qualitätssicherungsverfahren (esQS) unsere Ergebnisse. 
  

»WAS DER ASKLEPIOS MONITOR KONZERNINTERN LEISTET, VERSCHIEDENE QUALITÄTSASPEKTE MITEINANDER ZU VERKNÜPFEN, LEISTET QUALITÄTSKLINIKEN.DE BUNDESWEIT – ÖFFENTLICH UND TRÄGERÜBERGREIFEND.«

Offen sein – für andere Qualitätssicherungsverfahren

 

Die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) verfolgt einen anderen Ansatz. Hier steht nicht die Einschätzung der medizinischen Ergebnisqualität auf Basis von Qualitätsdaten, sondern von Abrechnungsdaten (Routinedaten) im Fokus. Zur Anwendung kommt das Verfahren der German Inpatient Quality Indicators (G-IQI). Betrachtet wird insbesondere die Sterblichkeit. Eine rückwirkende Betrachtung der in diesem Verfahren auffälligen Fälle erfordert die Auseinandersetzung mit der Kodierung und Behandlungsqualität. Auch hier werden also indirekt, über die Fallbetrachtung, Fragen nach der Indikationsstellung, einer adäquaten Diagnostik und Behandlung gestellt und Behandlungsprozesse hinterfragt.

 

Die Asklepios Kliniken beteiligen sich nicht an dieser Initiative. Gleichwohl werden konzernintern die Ergebnisse des G-IQI-Verfahrens ausgewertet und die Krankenhäuser regelmäßig über ihre Ergebnisse informiert. Ein Teil dieser Ergebnisse ist bereits heute im Kerndatensatz von qualitätskliniken.de (4QD) abgebildet. Asklepios favorisiert 4QD, da hier neben der Behandlungsqualität weitere Dimensionen abgebildet werden.

 

In der nachfolgenden Tabelle ist dargestellt, inwieweit die Ergebnisse der Asklepios Gruppe im G-IQI-Verfahren innerhalb des Bereichs einer guten Behandlungsqualität (Referenzwert) liegen. 
  

 

 

Ergebnisse der German Inpatient Quality Indicators (G-IQI) im Vergleich

Angegeben ist, inwieweit die Asklepios Gruppe den Bereich für eine gute Behandlungsqualität einhält ().
Leere Felder zeigen an, dass eine Vergleichbarkeit nicht gegeben ist.

Ergebnisse der German-Inaptient Quality Indikators 2013 2014 2015
Erkrankungen des Herzens Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Herzinfarkt
Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Herzinsuffizienz
Sterblichkeit bei diagnostischem Herzkatheter, nur Patienten ohne Herzinfarkt/-OP
Schlaganfall Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Schlaganfall
Erkrankungen der Lunge Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Lungenentzündung ( ohne Tumor/Mukoviszidose)
Sterblichkeit bei Hauptdiagnose COPD
Operationen an den Bauchorganen Sterblichkeit bei Entfernung der Gallenblase wegen Gallensteinen
Sterblichkeit bei Dickdarmentfernung wegen Darmkrebs (ohne komplizierende Diagnose)
Sterblichkeit bei Rektumresektionen wegen Darmkrebs
Operationen an den Gefäßen Sterblichkeit bei Operationen an der Halsschlagader
Sterblichkeit bei Implantation von Stents in die Halsschlagader
Sterblichkeit bei Operationen eines nicht rupturierten Bauch-Aortenaneurysmas (offen operiert)
Sterblichkeit bei Operationen eines nicht rupturierten Bauch-Aortenaneurysmas (endovaskulär operiert)
Sterblichkeit bei Operationen der Becken-/Beinarterien im Stadium der Claudicatio*
Sterblichkeit bei Operationen der Becken-/Beinarterien im Stadium des Ruheschmerzes
Sterblichkeit bei Operationen der Becken-/Beinarterien im Stadium des fortgeschrittenen Geschwürs (Ulzeration)/Gangrän
Frauenheilkunde und Geburtshilfe Sterblichkeit bei Müttern bei Geburt **
Sterblichkeit bei Entfernung der Gebärmutter bei gutartigen Erkrankungen (Alter > 14 Jahre)
Orthopädie und Unfallchirurgie Sterblichkeit bei Hüftgelenkersatz (Erstimplantation) bei Gelenkverschleiß und chronischer Gelenkentzündung
Sterblichkeit bei Wechsel Hüftgelenkersatz ohne Fraktur oder Infektion
Sterblichkeit bei Kniegelenkersatz (Erstimplantation) bei Gelenkverschleiß und chronischer Gelenkentzündung
Sterblichkeit bei Wechsel Kniegelenkersatz ohne Fraktur oder Infektion
Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Schenkelhalsfraktur
Intensivmedizin Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Pertrochantäre Fraktur
Sterblichkeit bei Hauptdiagnose Blutvergiftung (Sepsis)

Die Ergebnisse zeigen an, wo eine vertiefte Betrachtung erfolgen sollte. Eine vergleichsweise niedrige Sterblichkeit kann ein Hinweis auf gute medizinische Qualität sein. Eine erhöhte Rate an Todesfällen kann auch auf das besondere Patientenklientel der Klinik zurückzuführen sein. Dies ist beispielsweise dann der Fall, wenn sehr viele hochbetagte Patienten mit komplexen Krankheitsverläufen behandelt werden. Eine vertiefte Betrachtung erfolgt im Rahmen von Medical Board Audits7.

  

Der Blick auf das Ganze


Zahlreiche Aktivitäten und Maßnahmen in anderen Qualitätskategorien ergänzen unser Engagement für Behandlungsqualität. Ein weiterer Schwerpunkt dieses Engagements ist die Patientensicherheit.

 

  • Mit einem Film „Für Ihre Sicherheit“ informiert Asklepios seine Patienten über die Vielzahl von Maßnahmen zur Verbesserung der Patientensicherheit und trägt so dazu bei, ihnen die Angst vor Fehlbehandlung, Infektion oder Verwechslung im Krankenhaus zu nehmen.
  • Keine Operation ohne Sicherheitscheck: Asklepios nutzt zur Aufklärung seiner Patienten und zur Sensibilisierung seiner Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen Film zur Anwendung der Asklepios-Sicherheits-Checkliste.
  • Es gelten Mindeststandards wie die „Sichere Patientenidentifikation“, „Eingriffsverwechslungen im OP“ sowie die „OP-Sicherheitscheckliste“. Sie beschreiben die Prozessanforderungen, die mindestens einzuhalten sind und gelten in allen Asklepios Kliniken (Konzernstandard).
  • Bereits in der Ausbildung der Ärzte und Pflegekräfte nimmt das Thema Patientensicherheit einen breiten Raum ein.
  • Das Fehlermeldesystems CIRS deckt Schwachstellen auf und hilft konkrete Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten. CIRS ist die Abkürzung für „Critical Incident Reporting System“. Dabei handelt es sich um ein Melde- und Berichtssystem für Beinahe-Fehler. Ziel ist es, unerwünschte Ereignisse und Beinaheschäden frühzeitig zu erkennen und daraus Maßnahmen zu deren künftiger Vermeidung abzuleiten. „Alle unsere Kliniken sollen auch aus den Fehlern anderer lernen. Dies gelingt über das CIRS-Netz. Dieses Netz zur Verbesserung der Patientensicherheit ist ein Vorteil, den nur große Klinikbetreiber generieren können“, sagt Prof. Dr. Herborn, Medizinischer Direktor der Asklepios Kliniken.
  • „Safety first“-Meldungen und Sicherheitswarnungen werden zu übergreifend relevanten Themen wie Fehlbedienung einer PCA-Pumpe, Sichere Patientenidentifikation oder Fehler bei der Alarmierung eines Notfall-Teams entwickelt. So erfahren alle Mitarbeiter von einem Fehler und wertvolles Wissen zur Fehlerprävention wird vermittelt.
  • Mit Veranstaltungen zum „Internationalen Tag der Patientensicherheit“ informieren die Asklepios Kliniken nicht nur Patienten und Besucher sondern auch die eigenen Mitarbeiter über aktuelle Maßnahmen zur stetigen Verbesserung der Patientensicherheit. Vierzig Asklepios Kliniken waren im Jahr 2015 aktiv dabei. So breit wie die Teilnahme an dem Aktionstag, so vielfältig waren die vorgestellten Programme.

Film zur Patientensicherheit

Film OP-Sicherheitscheckliste

Preis für Patientensicherheit

 

Unser Engagement zur Patientensicherheit wird auch von Dritten gesehen und gewürdigt.

 

Auf der Jahrestagung des Aktionsbündnisses Patientensicherheit in Berlin wurde Asklepios im Jahr 2015 mit dem 3. Platz des begehrten „Deutschen Preises für Patientensicherheit“ ausgezeichnet. Den Preis schreibt das Aktionsbündnis Patientensicherheit jährlich zusammen mit der Aesculap Akademie, dem Ecclesia Versicherungsdienst, dem Unternehmen MSD Sharp & Dohme und dem Thieme Verlag aus. Die Auszeichnung richtet sich an Akteure im Gesundheitswesen, die durch zukunftsweisende Projekte oder Forschungsarbeiten die Patientensicherheit verbessern.

 

Den Preis erhielt Asklepios für sein einrichtungsübergreifendes "Asklepios CIRS-Netz" und das zugrundeliegende CIRS-Konzept. CIRS wird bereits in 40 unserer Asklepios-Einrichtungen angewendet.

 

Seit dem Jahr 2013 sind die Kliniken, die CIRS anwenden, in einem eigenen Netzwerk verbunden. In diesem Portal, das für die Mitarbeiter aller Asklepios Kliniken zugänglich ist, werden klinikübergreifend relevante CIRS-Meldungen beziehungsweise abgeschlossene CIRS-Fälle veröffentlicht.

 

Mit diesem umfassenden Ansatz sorgen wir, bei Asklepios, für die Sicherheit unserer Patienten. Mit Information und Transparenz begegnen wir den Ängsten unserer Patienten, beispielsweise vor einer Behandlung oder Fehlern der Ärzte.
  

Gemeinsam für mehr Transparenz

 

Gemeinsame Initiativen mit anderen Klinikträgern und Krankenhäusern tragen ebenfalls zur Transparenz bei und unterstützen bei der Suche nach einer geeigneten Klinik:

 

  • Das Portal qualitätskliniken.de veröffentlicht Qualitätsergebnisse von mehr als 250 Mitgliedskliniken aus der Akut- und Reha-Versorgung. Asklepios ist Mitinitiator und Gründungsmitglied von qualitätskliniken.de. Der Klinikvergleich erfolgt anhand von fünf Kategorien: medizinische Qualität, Patientensicherheit, Patientenzufriedenheit, Einweiserzufriedenheit sowie Ethik & Werte.

Was der Asklepios Qualitätsmonitor (AQM) konzernintern ermöglicht, Informationen und Ergebnisse zu unterschiedlichen Themen zu einer Gesamteinschätzung zu bündeln, leistet qualitätskliniken.de bundesweit – öffentlich und trägerübergreifend. So ist für alle Interessierten interaktiv die Suche nach einem geeigneten Krankenhaus oder einer Rehabilitationseinrichtung möglich.

  

Kräfte trägerübergreifend bündeln

 

Seit dem Jahr 2015 bündeln die Initiative Qualitätsmedizin (IQM) und die 4QD-Qualitätskliniken.de GmbH (4QD) ihre Aktivitäten unter einem Dach. Die Expertise beider Initiativen wurde in der SIQ!, der „Stiftung Initiative Qualitätskliniken“, zusammengeführt. Über sechs Millionen Patienten pro Jahr werden durch die gemeinsame Initiative vertreten. Das ist rund ein Drittel aller stationären Fälle in Deutschland.

 

SIQ! will Qualität messbar machen. Mehr als 500 Einzelindikatoren (esQS-Verfahren und G-IQI) treffen heute Aussagen zu Einzelaspekten der Behandlungsqualität. Wie diese Vielzahl an Einzelinformationen zu einer Qualitätsaussage verdichtet werden, die Interessierten eine verlässliche Einschätzung der Behandlungsqualität erlaubt – das ist auch hier die Frage.

 

Weniger ist mehr! Ziel von SIQ! ist es, einen Kerndatensatz von Indikatoren zu entwickeln. Diese Kernindikatoren sollen so belastbar sein, dass daraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden können. Denn das ist das Hauptziel: Die Qualität nicht nur messen, sondern zu verbessern und dies sichtbar zu machen.

 

Gegründet wurde SIQ!, um die Bundesregierung bei der Ausgestaltung der „Qualitätsoffensive“ zu begleiten. Die jahrelangen und praktischen Erfahrungen mit den Instrumenten der Qualitätssicherung sollen in die Diskussion und die Entwicklungen eingebracht werden.

 

Eines zeigen alle Initiativen und Ansätze: Die Kliniken scheuen den Wettbewerb nicht. Wie viele andere Klinikkonzerne, Krankenhäuser und Initiativen setzt sich Asklepios bereits seit Langem mit der Qualität der Patientenversorgung und insbesondere der Behandlungsqualität auseinander. Davon zeugen auch zehn Jahre „Bericht zur Medizinischen Ergebnisqualität“.
  

Wir bei Asklepios haben erkannt, dass es nicht ausreicht gute Qualität  zu bieten, sie muss auch verständlich dargestellt sein.


7) Ein Medical Board Audit ist ein Visitationsverfahren. Auslöser können auffällige Ergebnisse in der Qualitätssicherung, Inplausibilitäten im „Internen Dialog“ oder auch Ergebnisse aus der Schadendatenbank sein. Ein Chefarzt der gleichen Fachrichtung - aber aus einer anderen Klinik - und ein Mitarbeiter aus dem Konzernbereich Qualität visitieren die Abteilung und erörtern gemeinsam mit dem Chefarzt die Auffälligkeiten und deren Ursachen. Dabei geht es nicht um persönliche Einschätzungen, sondern um eine systematische Analyse und eine strukturierte Bewertung. Gemeinsam werden Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, die anschließend umgesetzt werden.