»WIR WOLLEN QUALITÄT FÜR JEDEN PATIENTEN SICHERSTELLEN KÖNNEN, DAHER NEHMEN WIR DIE BESTEN ANSÄTZE AUS ALLEN QUALITÄTSSICHERUNGSINSTRUMENTEN.«

Im Vergleich besser werden

 

Wie kann man Qualität messen und darstellen? Wie kann man die Ergebnisse einzelner Qualitätssicherungsinstrumente so zusammenführen, dass die Qualität einer Einrichtung sichtbar wird? Wie lassen sich verschiedene Einrichtungen miteinander vergleichen? Um diese Fragen zu beantworten, wurde asklepiosintern ein Managementtool, der Asklepios Qualitätsmonitor (AQM), entwickelt.

   

Die Qualität der Krankenhausversorgung wird schon lange in der Politik intensiv diskutiert. Gefordert wird mehr Transparenz. So definiert das im Jahr 2015 aktualisierte Krankenhausstrukturgesetz die Anforderungen an die von den Krankenhäusern zu erbringende Qualität. Die Vergütung von Krankenhäusern soll sich künftig an den Qualitätsergebnissen orientieren.

 

Qualität messen und die Ergebnisse transparent darstellen, diesen Ansatz verfolgt Asklepios schon seit vielen Jahren. Gemeinsam mit einem Münchner Softwareunternehmen wurde der „Asklepios Qualitätsmonitor“ entwickelt. Dieses Managementtool gibt in vier Kategorien Auskunft über Erreichtes und zeigt, in welchen Bereichen es in den Asklepios-Einrichtungen noch Handlungsbedarf gibt.

 

Die Ergebnisse aller Asklepios-Einrichtungen werden mittels eines Ampelsystems dargestellt. Über das Asklepios Intranet können die Ergebnisse von den Mitarbeitern eingesehen werden.

 

Der Asklepios Qualitätsmonitor verfolgt den Ansatz „Von den Besten lernen“. Die transparente Darstellung ermöglicht es jeder Klinik zu sehen, wo sie im Vergleich zu den anderen Asklepios Kliniken steht und wie ihre Ergebnisse zustande kommen. So wird eine offene und ehrliche Kommunikation der Qualitätsergebnisse im gesamten Asklepios Konzern möglich. Best-practice-Ansätze werden allen Einrichtungen bekannt und können auf die Rahmenbedingungen der eigenen Einrichtung adaptiert werden.

  

Erste Orientierung: das Klinikergebnis (exemplarisches Ergebnis ohne Kliniknennung)

 

Zur generellen Orientierung sieht jede Asklepios-Einrichtung ihre Bewertung in Form einer Gesamtampel.

 

Bereits auf den ersten Blick sind die Ergebnisse der einzelnen Kategorien „Unsere Patienten“, „Unsere Prozesse“, „Unsere Einweiser“ und „Unsere Mitarbeiter“ erkennbar. 

 

Schon diese Übersicht zeigt der betreffenden Klinik, wo sie mit ihrem Ergebnis im Vergleich zu den anderen Asklepios-Einrichtungen steht. Auch die Bereiche, in denen es Handlungsbedarf gibt, werden sichtbar. Stimmen die Prozesse? Muss die Zufriedenheit der einweisenden Ärzte in den Fokus gerückt und verbessert werden? Wie ist die Rückmeldung der Mitarbeiter? Und von besonderer Bedeutung: welche Ergebnisse zeigt die Kategorie „Unsere Patienten“? 
  

Transparenz bis ins Detail

 

Mit einem Klick lassen sich die Ampeln der einzelnen Kategorien weiter öffnen: die Ergebnisse der dahinterliegenden Kennzahlensysteme werden sichtbar.

 

KENNZAHLENSYSTEME IM ASKLEPIOS QUALITÄTSMONITOR (AQM)

Unsere Patienten Unsere Prozesse
Medizinische Ergebnisqualität Asklepios Qualität Rezeptionen (AQR)
Patientenzufriedenheit Organisationsqualität Reha
Patientensicherheit Qualitätscheck Reinigung/Catering
Hygieneaudit Beschwerdemanagement
Ethik & Werte
Unsere Einweiser Unsere Mitarbeiter
Einweiserzufriedenheit Mitarbeiterzufriedenheit

Die Kategorie „Unsere Patienten“ bildet u. a. Ergebnisse zur Medizinischen Ergebnisqualität sowie zur Patientensicherheit und -zufriedenheit ab. Die Kennzahlensysteme unter der Kategorie „Unsere Prozesse“ zeigen Ergebnisse zu so unterschiedlichen Themen wie Qualitätscheck Reinigung/Catering, Beschwerdemanagement und Ethik & Werte.

 

Ein weiterer „Klick“ führt zu den Resultaten der einzelnen Kennzahlensysteme: detailliert werden die Ergebnisse der Indikatoren sichtbar. 

 

Die Zusammenfassung der Patientenbefragung ist ebenso abgebildet wie die Zufriedenheit der einweisenden Ärzte mit den Arztbriefen. Ergebnisse zum Umgang mit Beschwerden sind zu erkennen, der Umsetzungsstand von Maßnahmen zur Vermeidung von Patientenverwechslungen oder zur Händedesinfektion.

 

 

»DIE ERGEBNISQUALITÄT GIBT AUSKUNFT ÜBER DEN ERFOLG EINER BEHANDLUNG. EINE GUTE BEHANDLUNGSQUALITÄT LÄSST SICH NUR ERREICHEN, WENN AUCH DIE ABLÄUFE UND PROZESSE AUFEINANDER ABGESTIMMT SIND.«

 

 

Im Kennzahlensystem „Medizinische Ergebnisqualität“ sind die Ergebnisse aller Qualitätssicherungsverfahren berücksichtigt 

  • Dargestellt werden die Ergebnisse der gesetzlichen Qualitätssicherung (esQS-Verfahren), wie sie hier im Anhang abgebildet sind ( „Anhang“).
  • Ergänzt wird die Darstellung im AQM um Ergebnisse aus der Qualitätssicherung aus Abrechnungsdaten (G-IQI; German Inpatient Quality Indicators).
  • Auch Ergebnisse der einrichtungsübergreifenden Qualitätssicherung (QSR; Qualitätssicherung aus Routinedaten) werden berücksichtigt.

 

Regelmäßig, mindestens einmal im Quartal, werden die Resultate aktualisiert.

 

Die Darstellung im AQM ergänzt eine direkte Information der Geschäftsführer und der Chefärzte der Asklepios Kliniken über die Ergebnisse der Behandlungsqualität. Mit einem individualisierten Report werden sie auf ihre aktuellen Ergebnisse und die gegebenenfalls bestehenden Handlungsbedarfe aufmerksam gemacht. 

 

Die Resultate zur Behandlungsqualität können detailliert auf Indikatorebene im Asklepios Qualitätsmonitor eingesehen werden. 

  

Abteilungsbezogene Ergebnisse ermöglichen konkrete Handlung

 

Einige Ergebnisse, wie Asklepios Qualität Rezeptionen (AQR) oder die Ergebnisse des Qualitätscheck Reinigung/Catering, sind nicht abteilungsbezogen. Sie spiegeln die Qualität der gesamten Einrichtung wider.

 

Andere, wie die Zufriedenheit der Patienten, der einweisenden Ärzte oder auch die Behandlungsqualität beziehen sich auf einzelne Fachabteilungen. So können sich in der Orthopädie andere Zufriedenheitswerte ergeben als in der Abteilung für Innere Medizin. Während die Patientenzufriedenheit in der Kardiologie keine Auffälligkeiten ausweist, ließe sich die Zufriedenheit in der allgemeinen Inneren Medizin ggf. verbessern.

 

Damit Verbesserungen konkret angegangen werden können, ermöglicht der Asklepios Qualitätsmonitor eine fachabteilungsbezogene Ergebnisdarstellung. Jede Abteilung, die Kardiologie ebenso wie die Gefäßchirurgie oder die Neurologie, kann die Ergebnisse ihrer Abteilung in allen Kategorien auf einen Blick einsehen und hinterfragen.
  

Entwicklungen aufzeigen

 

Wirken die eingeleiteten Maßnahmen? Auch hierzu gibt der Asklepios Qualitätsmonitor Auskunft. Die Ergebnisse früherer Auswertungen werden abgebildet und zeigen die Entwicklung auf.

 

Ergebnisse einordnen – Vergleichbarkeit herstellen

 

Ein Klinikergebnis oder ein Fachabteilungsergebnis im unteren Drittel führt zu Betroffenheit. Bei der Analyse des „Warum“ helfen die detaillierten Ergebnisdarstellungen in den einzelnen Kategorien, Kennzahlensystemen und Indikatoren sowie der Abgleich mit anderen Kliniken und Abteilungen im Konzern.

 

Die Kliniken, mit denen der Vergleich hergestellt werden soll, können frei gewählt werden. So ist gewährleistet, dass der Vergleich zwischen Kliniken mit ähnlichen Schwerpunkten und Größe stattfinden kann.

 

Von besonderer Bedeutung ist der Dialog über die Ergebnisse, der durch die Benchmark-Darstellung initiiert wird. Die Kollegen einer vergleichbaren Einrichtung können konkret angesprochen und Best-practice-Ansätze erfragt werden. Die praktische Umsetzung obliegt dann der anfragenden Klinik oder Fachabteilung.
  

AQM – ein Management-Tool

 

Die dem Asklepios Qualitätsmonitor hinterlegte Bewertungssystematik ermöglicht es, Sachverhalte, die nicht in einem direkten inhaltlichen Zusammenhang stehen, miteinander zu verknüpfen. Einzelergebnisse können so zu einer Gesamtbewertung der Qualität verdichtet werden. Handlungsbedarfe – vom Groben bis ins Detail – werden sichtbar. Die Frage „Was ist Qualität?“ lässt sich beantworten. Damit werden eine gezielte Einleitung von Verbesserungen und eine Steuerung der Qualität möglich.

 

Der Asklepios Qualitätsmonitor, als konzerninternes Instrument, sorgt für interne Transparenz. Die Beteiligung an externen Initiativen ergänzt diese Einschätzung und macht die Ergebnisse der Qualitätsbemühungen auch nach außen sichtbar.

Die Frage 
„Was ist Qualität?“ lässt sich beantworten.